23.02.2021 09:42 |

Erstmals 75 Mrd. Euro

Rewe sprengt wegen Corona alle Umsatzrekorde

Die deutsche Rewe-Gruppe, zu der in Österreich Billa, Merkur, Bipa, Penny und Adeg gehören, hat im vergangenen Jahr von der Corona-Krise stark profitiert und sieht sich auf dem Sprung zum zweitgrößten Lebensmittelhändler in Europa. Im abgelaufenen Geschäftsjahr knackte das genossenschaftliche Handels- und Touristikunternehmen nach eigenen Angaben erstmals die Marke von 75 Milliarden Euro Umsatz.

„Damit steigen wir voraussichtlich hinter der Schwarz-Gruppe zum zweitgrößten Lebensmittelhandelskonzern in Europa auf. Wir dürften in Europa Carrefour und Aldi überholt haben“, sagte der Rewe-Vorstandsvorsitzende Lionel Souque der „FAZ“.

Die Schwarz-Gruppe, die mit ihren Sparten Lidl und Kaufland weltweit mehr als 12.000 Filialen betreibt, erreichte zuletzt einen Umsatz von mehr als 110 Milliarden Euro.

Merkur wird zu Billa Plus
Die Rewe-Gruppe in Österreich hatte erst kürzlich bekannt gegeben, die Marke Merkur einzustampfen und durch Billa Plus zu ersetzen. Ab April sollen die 144 Merkur-Filialen zu Billa Plus werden.

Lekkerland-Übernahme verbessert Bilanz
12 Milliarden Euro des Umsatzwachstums entfielen laut Rewe auf die Übernahme von Lekkerland. „Auch im Ergebnis werden wir die Verluste aus anderen Bereichen wie der Touristik ausgleichen“, kündigte Souque an mit Blick auf die Umsatzeinbußen der Tochtergesellschaft DER Touristik.

Rewe-Chef sieht Staatshilfen kritisch
Die Staatshilfen für die Konkurrenten FTI und TUI sieht der Rewe-Chef kritisch: „Wir werden nicht zulassen, dass es am Ende einen Verzicht auf die Rückzahlung des Kredits gibt. Viele Vereinbarungen sind nicht transparent, deshalb sprechen wir auch bei der EU-Kommission vor.“ DER Touristik habe bis jetzt keine staatlichen Kredite beantragen müssen, habe das auch nicht vor.

Quelle: APA/dpa

Martin Grob
Martin Grob
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