28.01.2021 14:27 |

Jetzt fix

AstraZeneca in Deutschland nur bis 65 empfohlen

Nächster Rückschlag für AstraZeneca und den gesamten europäischen Impfplan: Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland empfiehlt, dass der Impfstoff von AstraZeneca nur für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren verwandt wird. „Zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren liegen aktuell keine ausreichenden Daten vor“, heißt es.

Jetzt ist es offiziell: Wie bereits im Vorfeld befürchtet wird der Impfstoff von AstraZeneca in Deutschland vorerst nur für jüngere Menschen empfohlen. „Zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren liegen aktuell keine ausreichenden Daten vor“, heißt es in einem Entwurf der „Ständigen Impfkommission“. Auch die Chefin der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA, Emer Cooke, bestätigte bereits am Vortag, dass die EU-weite Zulassung tatsächlich nur für bestimmte Personengruppen kommen könnte.

Zu wenige ältere Testpersonen
Bei den Tests hätten wenige ältere Menschen mitgemacht, womöglich zu wenige, um valide Aussagen treffen zu können, so Cooke. Über die tatsächliche Zulassung werde allerdings Ende der Woche ein Expertenkomitee entscheiden, hieß es. Mit den bereits zugelassenen Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna werden dagegen bereits ältere Menschen geimpft.

Immer wieder Probleme mit AstraZeneca
Eine begrenzte Zulassung wäre das nächste Ärgernis, nachdem der Pharmariese erst kürzlich bekannt gegeben hatte, nicht die vertraglich vereinbarte Menge an Impfstoffen liefern zu können. Dabei soll der Konzern im Herbst 340 Millionen Euro an Vorschuss von der EU bekommen haben, um rechtzeitig Impfstoffe bereitzustellen. Brüssel vermutet, die Impfstoffe seien woanders hingeliefert worden, hieß es am Mittwoch im Ö1-„Morgenjournal“. Krisengespräche der EU sind am Donnerstagabend geplant.

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