25.01.2021 16:28 |

Nach Covid-Erkrankung

Mehrere Minister im südlichen Afrika verstorben

Im südlichen Afrika fallen nun zunehmend auch Spitzenpolitiker dem Coronavirus zum Opfer. Im Bergkönigreich Eswatini (früher: Swasiland) starben innerhalb weniger Wochen drei Kabinettsmitglieder - zuletzt Arbeitsminister Makhosi Vilakati, dessen Tod am späten Sonntagabend bekannt gegeben worden war. Wenige Tage zuvor war der Minister für den öffentlichen Dienst, Cristian Ntshangase, an Covid-19-Komplikationen gestorben. Premierminister Ambrose Dlamini war Mitte Dezember als einer der weltweit ersten Staatslenker überhaupt den Folgen einer Corona-Infektion erlegen. In Simbawe starben am Wochenende zwei Minister.

Der von Importen abhängige Binnenstaat ist von Engpässen geprägt, nachdem Nachbarland Südafrika alle Landgrenzen geschlossen hat. In den hoffnungslos überfüllten Krankenhäusern gehen die Sauerstoffvorräte zur Neige - ein Problem, vor dem die zur Afrikanischen Union (AU) gehörende Gesundheitsbehörde Africa CDC zuletzt gewarnt hatte. „Der Engpass entstand wegen der Verknappung der (Sauerstoff-)Zylinder, die aus Südafrika kommen“, sagte der Leiter der Gesundheitsbehörde von Eswatini, Vusi Magagula.

Südafrika schottete sich wegen Mutation ab
In dem Kap-Staat kursiert eine neue Variante des Coronavirus, die als Treiber für eine neue Infektionswelle gilt. Seit Bekanntgabe des mutierten Virus haben viele Länder daher Beschränkungen für Reisende aus Südafrika verhängt. Als das zahlenmäßig am schwersten betroffene Land Afrikas hatte Südafrika im Dezember die Marke von einer Million nachgewiesener Corona-Fälle überschritten. Die Regierung hatte daher schärfere Maßnahmen verhängt und alle Landgrenzen geschlossen.

Zwei Minister aus Simbawe am Wochenende gestorben
Davon betroffen ist auch der Krisenstaat Simbabwe. Dort hatte am Wochenende innerhalb weniger Stunden zwei Kabinettsmitglieder durch das Coronavirus ihr Leben verloren. Seit Beginn der Pandemie starben insgesamt vier Minister an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Nach offiziell unbestätigten Medienberichten sollen mehrere weitere Kabinettsmitglieder infiziert sein. In Südafrika war am Wochenende der Minister im Präsidialamt, Jackson Mthembu, beerdigt worden. Auch er starb an den Folgen einer Covid-19-Infektion.

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