25.01.2021 06:01 |

„Krone“ vor Ort

Zu Besuch im Reich der FFP2-Corona-Schutzmasken

Am Montag tritt die FFP2-Maskenpflicht in Kraft. Ein Grazer Unternehmen produziert Millionen der begehrten Schutzvorrichtungen. Aufträge kommen aus der ganzen Welt. Die „Krone“ war für einen Lokalaugenschein vor Ort.

Die ehemalige Kirchnerkaserne in Graz ist wieder ein Hochsicherheitsareal. So können die Türen und Tore nur mittels Code geöffnet werden. Der „Krone“ wurde ein Einblick in die heiligen Masken-Hallen gestattet.

Im April nahm hier Aventrium seinen Betrieb auf, mit dabei waren einige wenige Mitarbeiter. 97 sind es mittlerweile, diese Woche kommen wieder 20 neue dazu. Sechs Maschinen sind aktuell rund um die Uhr in Betrieb, in drei Wochen werden es bereits 25 sein. Eine kostet 300.000 Euro. „Eine Maschine kann 130 Masken pro Minute produzieren“, erklärt Geschäftsführer Dominik Holzner. Macht mehr als eine Million in 24 Stunden. Für das Verpacken wird noch einmal dieselbe Zeit benötigt.

Der Preisdruck ist schon enorm
Dass die FFP2-Masken („Filtering Face Piece“) dieser Tage von heimischen Supermarktketten verschenkt werden, damit hat hier niemand ein Problem. Was aber sauer aufgestoßen ist: der Verkauf pro Stück von 59 Cent. „Alleine unsere Produktionskosten machen bereits 60 Cent aus“, schüttelt Holzner den Kopf.

Die „Krone“ erhält Einblick in Bestellungen - drei Millionen Stück für Kanada, zehn Millionen für Afrika. 1,13 Dollar zahlen die Großhändler dort: „Billigstpreise im Inland gefährden unsere weltweiten Aufträge.“

Eine Maske besteht aus fünf Lagen
Was zeichnet eine FFP2-Maske eingentlich aus? Sie filtert mindestens 94 Prozent der Aerosole, schützt vor Partikeln und Tröpfchen. „Unsere bestehen aus fünf Lagen“, erklärt Holzner, der gelernte Veranstaltungstechniker. Die innerste (wie auch die äußerste) Schicht besteht aus Polypropylen, dann kommt eine Lage Baumwolle (absorbiert Feuchtigkeit), es folgen zwei Filterschichten (aus schmelzgeblasenen Polypropylen-Vliesfasern). „Neben unserem hohen Qualitätsstandard ,Made in Austria‘ legen wir hohe Priorität auf regionalen Einkauf und kurze Lieferwege“, betont Holzner.

Und kann das Start-up aus Graz die Versorgung in Österreich garantieren? „Eindeutig ja.“

Michael Jakl, Kronen Zeitung

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