23.01.2021 06:00 |

Armut

Corona-Krise: Hilferuf von Kindern in Not

Die Gewalt steigt, der Hunger wird unerträglich: Die Corona-Krise hat in den ärmsten Regionen der Welt verheerende Folgen. Weil der Zugang zu Bildung fehlt, sind jetzt weitere 150 Millionen Kinder von bitterer Armut bedroht. Von Kärnten aus steuert die Caritas Hilfsprojekte in Krisenregionen: „Kein Kind zurücklassen!“

Während der Granatendonner in der Konfliktregion Bergkarabach (Armenien) noch nachhallt, kämpft die teils bitterarme Bevölkerung schon an einer anderen Front: Nur 2400 Kilometer östlich von Wien stürzt die Pandemie die Bürger in die nächste Krise.

„Corona verursacht Bildungslücken“
Weil die Schulen geschlossen bleiben, nehmen Gewalt und Hunger zu, eine Bildungskrise bahnt sich an. „Die Corona-Pandemie verursacht Bildungslücken und hat Auswirkungen auf das Leben jedes Kindes weltweit. Die langfristigen negativen Folgen werden vor allem die ärmsten Länder betreffen“, warnt die Hilfsorganisation. Als Folge drohen weltweit 150 Millionen Kinder zusätzlich zu verarmen, schätzt die UNICEF.

Um die Hilfsbedürftigen zwischen Armut, Krieg und Lockdown zu unterstützen, setzt die Caritas verstärkt auf Hilfsprogramme. Auch von Kärnten aus gesteuert, werden Familien in Armenien, im Kosovo, in Syrien, in Afrika mit Lernunterlagen, Lebensmittelpaketen, Masken und Desinfektionsmittel unterstützt.

„Wir können die Hilfe vor Ort verstärken“
Um der weltweiten Bildungskrise etwas entgegenzusetzen, fordert Caritas-Präsident Michael Landau die Erhöhung der Entwicklungshilfeausgaben sowie eine weltweite Covid-19-Bildungsoffensive. Und er ersucht um Spenden: „Kinder betreffen Krisen oft am stärksten, die Langzeitfolgen sind fatal. Wir können die Hilfe vor Ort verstärken und müssen bei Armutsbekämpfung und Bildung zusammenhalten.“

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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