19.01.2021 16:00 |

16 Stationen

Sturm auf Gratis-Tests bleibt aus

In puncto Testen ist jetzt vieles anders. Ein neues Teststraßen-System, fixe und mobile Standorte und die Pflicht zur Voranmeldung: Die Behörden richten den Betrieb der Salzburger Covid-Teststraßen nun langfristig aus. Niederschwellig wolle man den Zugang halten. Der Andrang war jedoch eher verhalten.

Wo noch vor Weihnachten Menschentrauben waren, ist jetzt gähnende Leere. Am Montag starteten die ausgebauten, dauerhaften Corona-Teststationen. Mehr als 100.000 Salzburger könnten so Woche für Woche einen Covid-Schnelltest in Anspruch nehmen - so zumindest der Plan vom Land. Gekommen sind am ersten Tag bis 16 Uhr nur 3.300 Personen.

Taktik „Massentest“ ist heute kein Thema mehr

Von weiteren Massentests wird seitens des Landes im Moment abgesehen - vielmehr soll ein niederschwelliger und dauerhafter Zugang zu den Tests ermöglicht werden, heißt es vom Land. Deswegen wurden die 14 Teststationen vom Roten Kreuz eingerichtet. Neben den fixen Stationen soll es zukünftig noch mobile Teststationen, Tests in Arztpraxen und in Betrieben geben - hier gibt es aber noch keine genaueren Informationen. Was aber fix ist: Menschen, die sich testen lassen wollen, müssen sich nun online oder telefonisch anmelden. Etwa 2.200 Salzburger haben das im Vorfeld getan - bis 16 Uhr kamen aber 3.300 Personen zum Testen.

„Diese Änderung muss sich in den Köpfen der Menschen noch verankern“, sagt Rotkreuz-Sprecherin Roberta Thanner. So kamen etliche Personen ohne Termin - der aber dringend erforderlich ist. „Da aber der Andrang nicht so groß war, hatten unsere Mitarbeiter Zeit, die Menschen auf das System einzuschulen“, sagt Thanner. Ähnliches gilt für das ausgedruckte Datenblatt, das zum Test mitzubringen ist. Auch hier musste viel nachträglich gedruckt und aufgeklärt werden. In der Stadt Salzburg wird in der Halle 10 des Messezentrums getestet - hier wurde wegen der Lärmkulisse auf ein Kabinen-System umgestellt.

Warum nur so wenige Menschen zum Testen gekommen sind, ließe sich durch den verlängerten Lockdown und das verschobene „Reintesten“ erklären, hieß es von Thanner.

Marie Schulz
Marie Schulz
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