16.01.2021 06:01 |

Millionen erbeutet

Profi-Diebe tappen in Falle der Wiener Polizei

Deutschland, Schweiz, Kroatien - in all diesen Ländern hinterließ die bosnische Bande bei Dutzenden Einbrüchen ihre kriminellen Spuren. Ein geplanter Millionen-Coup in einer Wohnung im 2. Wiener Gemeindebezirk wurde den Profi-Verbrechern dank der Ermittler des Bundeskriminalamtes schlussendlich zum Verhängnis.

Die Profibande galt als berüchtigt - seit geraumer Zeit hat diese in Kroatien, in der Schweiz und in Deutschland bei Dutzenden Coups ihre kriminellen Spuren hinterlassen. Die Akten der ausländischen Ermittler stapelten sich. Im Visier der Berufsverbrecher: Wohnungen wohlhabender Opfer. Und dabei überließen die Verdächtigen (50, 53 und 58 Jahre) nichts dem Zufall. Die Zielobjekte wurde vermutlich mithilfe von Insidern (Reinigungskräfte oder sonstigen Dienstleistern) gezielt ausgewählt und penibel ausgekundschaftet.

Schweißgeräte eingesetzt
War der Tatort der Begierde auserkoren, lief alles nach demselben Schema: Die Täter organisierten sich Versteck-Wohnungen und Fluchtfahrzeuge - und reisten am Tag X von ihren Wohnorten in Bosnien, der Slowakei und Österreich in die Zielstädte, um dann den Coup durchzuziehen. Vorhandene Tresore wurden mit Schweißgeräten geknackt.

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Bei Hausdurchsuchungen stellten wir Berge an Einbruchswerkzeug sicher. Ebenso ein mobiles Schweißgerät, das zum Öffnen der Tresore diente.

Chef-Ermittler Dieter Csefan vom Bundeskriminalamt

Vor Wochen endete aber die kriminelle Karriere der Berufseinbrecher: Sie kamen zu Infos, dass in einer Wohnung in Wien-Leopoldstadt große Beute warte - Goldmünzen und Bargeld um rund eine Million Euro.

In Wien schnappte die Verbrecher-Falle zu
Das wollten sich die Bosnier nicht entgehen lassen. Was das Trio nicht ahnte: Die Ermittler des Bundeskriminalamts hatten Wind davon bekommen und die Einbrecher schlussendlich bereits erwartet. Die Verdächtigen tappten in die Falle und wurden auf frischer Tat ertappt und verhaftet. Im Februar bereits müssen sich die drei vor Gericht verantworten.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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