Proteste in Sierning

Grünes Licht für die Deponie mitten im Ort

Seit 2009 hat sich in Oberösterreich die Ablagerungsmenge von Bauresten beinahe verdreifacht. Die Deponien schießen aber ungleich verteilt aus dem Boden. Während in acht Bezirken keine Halde zu finden ist, stehen in Steyr-Land bald gleich drei davon. Auch der Schuttabladeplatz in Sierning wurde nun genehmigt.

„Ein Einspruch gegen den Bescheid des Landes von der Gemeinde Sierning ist sehr wahrscheinlich. Allerdings sind die Gutachten aller Amtssachverständigen sehr eindeutig“, ist SP-Bürgermeister Manfred Kalchmair geknickt. Alle Proteste gegen die Baurestdeponie in der Krennhuber-Schottergrube waren vergeblich. Über 2500 Anrainer haben gegen die Ablagerung von 980.000 Kubikmeter Bauschutt in der Nähe von Wohnhäusern unterschrieben.

Drei der zehn Deponien des Landes
An den Bund wurde eine Petition für die Errichtung von Schutzzonen verabschiedet. Im Parlament wurde über den Mindestabstand von 300 Metern zu den Nachbarn aber nie abgestimmt. „Es hieß, man müsse weitere Informationen einholen“, ist Kalchmair enttäuscht. Auch der Einwand, dass im Bezirk Steyr-Land drei der zehn Deponien des Landes zu finden sind, brachte keinen Erfolg. Kalchmair: „Es heißt, man kann niemanden vorschreiben, wo er die Deponie errichten muss.“

Ausbau unumgänglich
Für Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) ist der Ausbau der Deponiereserven unumgänglich. „Wir sehen jetzt, welche Probleme wir uns mit dem jahrzehntelangen Verbauen von nicht nachhaltigen Baustoffen gemacht haben. Umso wichtiger ist es, nun auf recyclingfähige Baustoffe wie etwa Holz zu setzten.“

Mario Zeko
Mario Zeko
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Donnerstag, 25. Februar 2021
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