20.11.2010 18:14 |

Bundesliga

Sturm Graz holt klaren 3:0-Sieg gegen Wr. Neustadt

Cupsieger Sturm Graz ist in der Bundesliga auch nach der 16. Runde der erste Verfolger von Tabellenführer Ried. Die Steirer setzten sich am Samstag auswärts gegen den SC Magna Wiener Neustadt verdient mit 3:0 (1:0) durch. Die Tore fielen jeweils kurz vor dem Ende der Spielhälften. Andreas Hölzl brachte Sturm vor 3.900 Zuschauern in der 45. Minute in Führung, die beiden "Joker" Samir Muratovic (90.) und Mario Haas (92.) sorgten kurz nach ihrer Einwechslung noch für klare Verhältnisse.

Die Grazer, die laut Präsident Gerald Stockenhuber darüber nachdenken, den Verein in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, blieben damit auch im sechsten direkten Duell seit dem Wideraufstieg der Wiener Neustädter ungeschlagen und holten den ersten Sieg im Stadion in der Giltschwertgasse nach zuvor zwei torlosen Remis.

Die Elf von Coach Franco Foda tankte im ersten von drei Auswärtsspielen in Folge auch viel Selbstvertrauen für die anstehenden Partien in Salzburg (Mittwoch/Nachtragsspiel der 5. Runde) und Mattersburg (Samstag). Dort gilt es für die Grazer nun ihre mit dem fünften Auswärtssieg im siebenten Spiel erarbeitete Führung in der Auswärtstabelle zu verteidigen.

Grazer die entschlossenere Mannschaft
In Wiener Neustadt entwickelte sich eine schnelle Partie, in der beide Teams allerdings kein allzu großes Risiko eingehen wollten. Zu groß war anscheinend der Respekt vor einem Gegentor, aufgrund der bekannten Konterstärke der zwei Mannschaften. Die Grazer waren aber doch entschlossener und hatten etwas mehr vom Spiel.

Kienast spielte ideal für Szabics ins Loch, der Schuss des ungarischen Stürmers ging aber um Zentimeter am Tor vorbei (31.). Kurz vor dem Pausenpfiff durften die mitgereisten Sturm-Anhänger aber nach der erst zweiten Großchance im Spiel jubeln. Nach einem Weber-Zuspiel stand die Wiener-Neustädter-Abwehr schlecht und Hölzl ließ Goalie Fornezzi mit einem Schuss ins lange Eck keine Chance (45.).

Niederösterreicher chancenarm
Die Niederösterreicher waren in einer chancenarmen ersten Hälfte nur zu zwei Halbchancen gekommen: Ein Viana-Kopfball ging daneben (34.), zudem verfehlte Sadovic mit einem Schuss das Tor (44.). Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielgeschehen. Die Niederösterreicher wirkten ohne ihren gesperrten Kapitän Hannes Aigner ideenlos und waren großteils ungefährlich.

Deshalb brachten die Steirer den Vorsprung auch ziemlich sicher über die Distanz und sorgten auch noch für einen höheren Sieg. Sturms Topstürmer Kienast setzte einen herrlichen Seitfallzieher zwar noch knapp drüber (53.), in der Schlussphase waren die beiden Wechselspieler Muratovic (ab der 78. Minute) und Haas (ab der 89.) aber noch erfolgreich.

Mit seiner ersten Ballberührung bediente Haas Muratovic ideal und der Bosnier musste nur noch einschießen (90.). Zwei Minuten später zog Routinier Haas alleine auf Fornezzi zu und stellte einmal mehr seine Torjägerqualitäten unter Beweis (92.). Während die Grazer nach zwei sieglosen Spielen wieder gewannen, kassierten die Niederösterreicher die zweite Zu-Null-Niederlage in Folge.

Stimmen zum Spiel
Peter Schöttel (Wiener-Neustadt-Trainer): "Wir haben verdient verloren, waren harmlos, ohne Emotionen am Platz. Sturm ist eine gute Mannschaft, die weiß, wie man gewinnt. Sie haben von unseren Fehlern, die es reichlich gab, profitiert. Mir kommt es vor, als wie wenn jeder Spieler irgendwie Angebote hätte von anderen Clubs. Das belastet natürlich stark und ist schwierig auszublenden. Fakt ist aber, dass alle laufende Verträge haben. Wir versuchen normal weiterzuarbeiten."

Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer): "Wir waren von Anfang an die bessere Mannschaft, haben sehr zielstrebig nach vorne gespielt und sind verdient in Führung gegangen. Am Anfang der Saison haben wir aus wenig Chancen viel gemacht, jetzt in den letzten zwei Spielen viele Hundertprozentige liegengelassen. Aber wenn man 3:0 gewinnt, muss man zufrieden sein. Der Sieg war wichtig für uns und muss der Mannschaft das nötige Selbstvertrauen geben."

Mario Haas (Sturm Graz): "Es hat einfach alles perfekt gepasst. Man muss nicht 90 Minuten auf dem Feld stehen, um ein Tor zu machen und vorzubereiten. Wiener Neustadt wurde müde gespielt, sodass ich in den letzten Minuten ein leichtes Spiel hatte. Der Sieg geht in dieser Höhe in Ordnung, ich bin überglücklich."

Andreas Hölzl (Sturm Graz): "Der Sieg in dieser Höhe ist verdient. Der große Fehler von Wiener Neustadt war, dass sie uns spielen lassen haben."

Samir Muratovic (Sturm-Graz): "Ein Tor und eine Vorarbeit, das ist ein Wahnsinn. Meine Situation ist jetzt eine bessere und ich werde weiterkämpfen."

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