Hoher Zuwachs

Woher kommen die Zuwanderer in Oberösterreich?

237.300 Menschen mit Geburtsort im Ausland lebten zu Jahresbeginn 2020 in Oberösterreich, um gut ein Fünftel mehr als zu Beginn des großen Migrationsjahrs 2015. 108.032 davon stammen aus den 27 EU- und vier EFTA-Ländern, 129.251 sind in Drittländern geboren.

Rund 37.000 Personen mit Geburtsort in Bosnien-Herzegowina stellten per 1.…Jänner 2020 in Oberösterreich die größte Gruppe, gefolgt von in Deutschland (33.900) und in Rumänien (24.300) geborenen Menschen. Die Plätze vier und fünf belegten Personen mit Geburtsort in der Türkei (19.900) und in Serbien (13.900). Schlusslicht ist das Herkunftsland Irak mit 2277 Gebürtigen, was aber immerhin um 1276 mehr sind als fünf Jahre davor.

Und gebürtige Syrer?
Da sind – gemessen am „Durchzug“ im Sommer 2015 – nicht allzuviele hängen geblieben, was aber trotzdem einen kräftigen Zuwachs ergibt: 5533 gebürtige Syrer wurden am 1. Jänner 2020 in Oberösterreich gezählt; zu Jahresbeginn 2015 waren es erst 2080.

Nur Tschechen werden weniger
Deutlich größer geworden ist auch die Gruppe der gebürtigen Afghanen in unserem Bundesland: 2896 Köpfe zählte sie zu Jahresbeginn 2015, fünf Jahre später waren es schon 6440; das Herkunftsland Afghanistan liegt somit zwischen Kroatien (7306) und Tschechien (6303, die einzige schrumpfende Gruppe) auf Platz 9.

Der meiste Nachwuchs
Wobei die Zahl der in Oberösterreich lebenden Menschen mit Geburtsland Irak, Syrien und Afghanistan auch aus sich heraus kräftig wächst, nunmehr aber mit Geburtsland Österreich. Das zeigt die Geburtenzahlstatistik, die der Integrationsfonds ebenfalls in seiner Broschüre ausweist – siehe Grafik unten. In Österreich geborene Frauen bekommen durchschnittlich 1,49 Kinder, mit sinkender Tendenz im Ausland geborene 2,15. Die Bundesländer-Broschüre des Integrationsfonds kann auf www.integrationsfonds.at heruntergeladen werden.

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Donnerstag, 21. Jänner 2021
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