30.12.2020 06:00 |

Düstere Prognosen

Klimawandel: In Österreich wird es immer heißer

Mit düsteren Klimawandel-Prognosen sieht sich die Welt konfrontiert! Denn laut Greenpeace steht der Menschheit bis 2100 – Messausgangspunkt ist das vorindustrielle Zeitalter – ein Temperaturanstieg von bis zu 4,8 Grad Celsius ins Haus. In Österreich wurde heuer in den Bergen das wärmste Jahr seit 1851 gemessen.

„Die Erderwärmung war in Österreich, weil wir ein Binnenland ohne kühlenden Meerzugang sind, im letzten Jahrhundert um zwei- bis dreimal stärker als auf der Nordhalbkugel. Und das auch in Höhenlagen“, zeichnet Greenpeace-Chef Alexander Egit ein dunkles Bild. Sein Pessimismus fußt auf konkreten Zahlen: Demnach betrug der Temperaturanstieg bei uns im 20. Jahrhundert mehr als zwei Grad.

Das sei umso bedenklicher, als die globale Durchschnittserwärmung seit dem vorindustriellen Zeitalter – etwa um 1880 – „nur“ 1,1 Grad Celsius beträgt. Doch selbst der kurze Zeitraum des bald vergangenen Jahres hat es in sich. Laut Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien wurde in den Bergen das wärmste Jahr seit 1851 – dem Beginn der Messungen oben – registriert. Im Tiefland, wo die Daten bis 1788 zurückreichen, war es die fünftwärmste 12-Monats-Periode. Im Vergleich zu einem typischen Jahr im Zeitraum von 1961 bis 1990 stieg das Thermometer heuer um zwei Grad.

Die globale Erwärmung bekommt auch die Fauna zu spüren. In Österreich etwa drohen die kälteliebenden Bachforellen auszusterben, da die Flüsse zu warm werden. Laut WWF machten die Klimawandel-bedingten Brände in Australien die Koalas zu den Ökoverlierern. Aber auch unsere Feldhamster geraten aus ihrem Lebensrhythmus, weil ihr grünes Umfeld langsam austrocknet.

Mark Perry, Kronen Zeitung

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