15.12.2020 21:48 |

Wirbel in Paris

Strafe wegen zu vieler weiblicher Führungskräfte

Von 16 Führungsposition in der Verwaltung der französischen Hauptstadt Paris gingen vor zwei Jahren elf an Frauen und fünf an Männer. Nun ist gegen die Metropole eine Geldstrafe in Höhe von 90.000 Euro wegen der Diskriminierung von männlichen Bewerbern verhängt worden. Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach am Dienstag von einer „absurden“ Entscheidung.

Das Ministerium für öffentliche Verwaltung beruft sich bei der Strafe auf eine Vorschrift, wonach leitende Positionen zu mindestens 40 Prozent von Angehörigen eines Geschlechts sein müssen. Bei der Pariser Ausschreibung gingen 69 Prozent der Posten an Frauen und nur 31 Prozent an Männer. Insgesamt beträgt der Frauenanteil in den Führungspositionen der Stadt Paris 47 Prozent.

Bürgermeisterin will Scheck persönlich überreichen
Hidalgo sagte, dass sie insgeheim „Freude“ über den Bußgeldbescheid empfinde. Sie werde den Scheck zusammen mit ihren Stellvertreterinnen und anderen Frauen in Führungspositionen persönlich überreichen.

Gleichwohl sieht sie den Bescheid des Ministeriums als „unverantwortlichen, gefährlichen“ Schritt. „Um eines Tages die Parität zu erreichen, müssen wir aufs Tempo drücken, damit mehr Frauen als Männer ernannt werden“, betonte sie.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).