Von Polizei gerettet

Zwei junge Flüchtlinge fast in Lkw erfroren

Schon wieder mussten Polizisten zwei junge Flüchtlinge „auftauen“, die mehrere Tage bei Eiseskälte in einem Lkw ausgeharrt hatten. Im oberösterreichischen Suben holten die Beamten zwei Afghanen (14 und 15) aus dem Planenwagen, der erst drei Tage später geöffnet worden wäre - das hätten sie vermutlich nicht mehr überstanden.

Die Burschen hatten jeweils zwei leichte Jacken übereinander an, dazu Hosen und Turnschuhe. Sie waren völlig durchfroren, wagten aber erst, sich zu melden, als ihr Handy sich ins deutsche Netz eingewählt hatte.

Lenker wäre erst am Montag wiedergekommen
Zum Glück hörte der Lenker das Duo noch, denn er hätte den Lkw übers Wochenende abgestellt und wäre erst am Montag nach Deutschland weitergefahren. Ein Entkommen aus dem in Serbien verplombten Anhänger, in den sich die blinden Passagiere zuvor hineingeschlichen hatten, wäre unmöglich gewesen, die Burschen hatten kein Messer dabei - sie wären vermutlich erfroren. Die Teenager durften sich auf der Autobahnpolizei in Ried aufwärmen, ehe sie zur Fremdenpolizei überstellt wurden.

Flüchtlinge wollten nach Paris
Erst zehn Tage zuvor waren, wie berichtet, auf der Pyhrnautobahn bei Klaus zwei Afghanen (17) gerettet worden, die auf der Achse oder im Werkzeugbehälter versteckt von Bosnien mitgefahren waren und nach Paris wollten. Weil sie die Kälte nicht aushielten, hatten sie während einer Fahrtpause bei der Raststation Pyhrn-Priel-Ost ihr Versteck verlassen.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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Sonntag, 17. Oktober 2021
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