10.12.2020 11:10 |

Wegen Schneemassen

Noch 6000 steirische Haushalte ohne Strom

Die Schneemassen beschäftigen auch heute wieder die steirischen Einsatzkräfte. Aktuell etwa sind noch etwa 6000 Haushalte ohne Strom - die Energie Steiermark ist im Dauereinsatz. Entlang der Gleichenberger Bahn sorgten die Schneemassen sogar für einen Brand. Die steirischen Feuerwehren mussten zu mehr als 1000 Einsätzen ausrücken. Ab Mittag ist mit einer Entspannung der Lage zu rechnen. 

„In der Nacht auf Donnerstag hat sich die Lage noch einmal ziemlich verschärft“, sagt Urs Harnik-Lauris, Sprecher der Energie Steiermark. In der Früh waren 11.000 Haushalte ohne Strom, aktuell sind noch rund 6000. „Betroffen sind vor allem die Bezirke Voitsberg und Deutschlandsberg, die Region nördlich von Graz und Teile des Mürztals“, so Harnik-Lauris.

100 Mann im Einsatz
Mit 100 Mann ist die Energie Steiermark seit den frühen Morgenstunden wieder im Einsatz, um die Störungen zu beseitigen. „Sie müssen sich teilweise mit schwerem Gerät durchkämpfen“, erklärt er und warnt: „Niemand sollte sich den herunterhängenden Stromleitungen nähern!“

Der Großteil der Stromausfälle sollte „heute im Laufe des Tages zumindest provisorisch beseitigt sein“, so Harnik-Lauris. Vorausgesetzt das Wetter spiele mit - und danach sieht es aktuell ja aus.

Feuerwehr im Großeinsatz
Im Einsatz sind landesweit auch die Feuerwehren. Seit gestern wurden insgesamt 1051 Einsätze abgearbeitet. „Hauptbetroffene Gebiete sind vor allem die Bereiche südlich der Mur/Mürz-Furche. Es handelt sich hauptsächlich um Bergungen von Pkw und Lkw, sowie umgestürzte Bäume und herabhängende Strom- und Telefonleitungen“, so Hubert Arzberger von der Landesleitzentrale.

Die meisten Einsätze gab es in Graz und Umgebung (281), Leibnitz (227), Weiz (127) und Feldbach (102).

Feuer entlang der Gleichenberger Bahn
Besonders spektakulär war der Einsatz, zu dem die Feuerwehren Feldbach, Gniebing und Rohr an der Raab Donnerstagmorgen auf den Prädiberg ausrücken mussten. 

Durch die Schneelast umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste beschädigten die Oberleitung der Gleichenbergerbahn und begannen zu brennen. Die Floriani konnten den Brand löschen. Ach die Prädibergstraße wurde aufgrund der erhöhten Schneebruchgefahr bis auf weiteres gesperrt. 

Entspannung ab Mittag
Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik geht davon aus, dass der Schneefall heute noch bis etwa Mittag anhält, die Niederschläge danach aber merklich nachlassen und allmählich abklingen. Und das soll dann vorerst auch bis Anfang kommender Woche so bleiben.

Christoph Hartner
Christoph Hartner
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