"Da wird immer vom südländischen Flair der Stadt Graz gesprochen, das Touristen anlockt, aber zum südlichen Flair gehören auch Gastgärten", meint etwa Astrid Knoll-Herzl von Ruefa auf dem Hauptplatz. Das Gastgartenverbot würde dem Tourismus schaden, aber auch der Innenstadtwirtschaft. Franz Krintz (Buchhandlung Moser): "Wir stehen in einem harten Konkurrenzkampf mit den Shopping-Centern. Mit den Gastgärten hat man der Innenstadt eine enorm wichtige Attraktion genommen. Die Politik macht es uns damit schon enorm schwer."
Das Peter-Prinzip
In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen - soweit das "Peter-Prinzip". Für den Grazer FPÖ-Chef Mario Eustacchio haben Nagl & Rücker diese Stufe nun erreicht: "Die Politik der beiden ist verantwortungslos, sie agieren nur auf Nebenschauplätzen, um ihre Unfähigkeit zu verschleiern. Statt die Stadt zu entwickeln, werden sinnlose Gängelungen der Bürger erfunden, wie eben das Gastgartenverbot!"
Das Gastgartenverbot ist zum Symbol für eine Politik geworden, die die Menschen satt haben! Über mündige Bürger wird drübergefahren – ohne Rücksicht auf deren Wünsche und Bedürfnisse. ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl muss gehörig aufpassen, dass er sich nicht vergaloppiert - viele, viele Grazer sind stinksauer auf ihn und seine Grün-Partner.
von Gerald Richter, "Steirerkrone"
Bild: Ricardo, von links: Franz Krintz (Buchhandlung Moser), Henny Deutsch (Marionnaud), Astrid Knoll-Herzl (Ruefa) und Klaus Weikhard.
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