03.12.2020 22:54 |

Corona-Krise

Merkel spricht von „Licht am Ende des Tunnels“

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei der zweitägigen Sondersitzung der UNO-Generalversammlung zu Corona die Pandemie als eine „außergewöhnliche Probe“ für die Menschheit bezeichnet. Durch die Fortschritte bei der Impfstoff-Entwicklung und die Aufstellung einer globalen Plattform unter anderem zu dessen Verteilung gebe es aber auch „Licht am Ende des Tunnels“.

Alle Menschen weltweit müssten einen fairen Zugang zu wirksamen Impfstoffen bekommen und die Welt müsse gemeinsam daran arbeiten, gestärkt aus der Krise hervorzugehen, sagte Merkel, die sich in ihrem Beitrag für eine Stärkung der Weltgesundheitsorganisation WHO aussprach. „Sie muss noch besser imstande sein, auf grenzüberschreitende Bedrohungen der Gesundheit reagieren zu können.“ Dafür werde Deutschland sich einsetzen.

UNO-Generalsekretär António Guterres machte indessen die Missachtung von Corona-Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation für das Ausmaß der Pandemie mitverantwortlich. Die WHO habe von Beginn an „Fakten und wissenschaftliche Orientierung“ geliefert, sagte Guterres am Donnerstag zu Beginn der zweitägigen Sondersitzung der UNO-Generalversammlung. Dies hätte Grundlage für eine weltweite Zusammenarbeit im Kampf gegen das Virus sein können.

Guterrres: „Leider viele Empfehlungen nicht befolgt“
„Leider wurden viele dieser Empfehlungen nicht befolgt.“ Auf welche Länder sich seine Kritik bezieht, ließ der UN-Generalsekretär offen. Weiter sagte Guterres: „In manchen Situationen wurden Fakten zurückgewiesen und Empfehlungen ignoriert. Und wenn Länder in ihre eigenen Richtungen gehen, geht das Virus in jede Richtung.“ Guterres warnte vor den langfristigen Folgen der Corona-Pandemie. Der Impfstoff sei kein Allheilmittel, erklärte er. „Machen wir uns nichts vor. Ein Impfstoff kann keinen Schaden beheben, der Jahre, ja sogar Jahrzehnte andauern wird.“

Konkrete Beschlüsse werden von der UNO-Veranstaltung nicht erwartet. Die Corona-Sondersitzung solle zum Austausch dienen, sagte der aktuelle Präsident der Generalversammlung, Volkan Bozkir. „Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, um mit dem Finger auf andere zu zeigen.“

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