02.12.2020 10:00 |

Stadtsenat entscheidet

Personalfrage in Innsbruck köchelt weiter

Scheitert Wiederbestellung von Amtsvorständen an ihrem Alter? Im Stadtsenat am Mittwoch steht die Vergabe weiterer drei Top-Jobs auf der Tagesordnung. Mit 200.0000 Euro wird die Muttereralmbahn von der Stadt subventioniert - kurz bevor sie verkauft wird. 

Die Stadtführung hat derzeit alle Hände voll zu tun: Neben der Organisation der Massentests stehen einige wichtige Entscheidungen an. Da ist zunächst einmal die Personalfrage. Drei langjährige Führungskräfte in Schlüsselpositionen haben um Wiederbestellung angesucht. Das „Problem“ dabei: Sie sind alle über 60 Jahre.

Vorwurf Altersdiskriminierung
Würde die Stadt nun dieselben Maßstäbe anlegen wie im Mai/Juni bei der Bestellung des Finanzdirektors, dürften sie in ihren Führungsfunktionen nicht wiederbestellt werden. Der Grund: Sie könnten die volle Funktionsperiode von fünf Jahren nicht erfüllen, ohne vorher das Pensionsalter von 65 Jahren zu erreichen. Hier sieht das Innsbrucker Stadtrecht ein Problem. Wegen des Verdachts der Altersdiskriminierung zieht dagegen – wie berichtet – der stv. Finanzdirektor Hannes Verdross juristisch zu Felde.

Eine wichtige Personalentscheidung steht auch am Patscherkofel an: Hier hat die Stadt in einem monatelangen Prozess einen Geschäftsführer gesucht – und mit dem bisherigen, Adrian Egger, nun auch gefunden.

Kritik an Subvention 
Am Nachbarberg, der Muttereralm, stehen – wie berichtet – die Zeichen auf Verkauf des Skigebiets. Am Tag der Vollversammlung des Tourismusverbandes am 15. Dezember will TVB-Chef Karl Gostner das Geheimnis um den Investor lüften. Gemunkelt wird, dass der Familienskiberg lediglich um den Preis der Schuldenübernahme – das wären rund 2,5 Millionen Euro – den Besitzer wechselt.

Regionale Lösung
Dem Vernehmen nach soll dieser ein slowakisch/polnisches Unternehmen sein. Die Befürchtungen, dass hier kein nachhaltiges Geschäft vorliegt, sind bei der Fraktion „Für Innsbruck“ sehr groß. „Wir sprechen uns klar für einen regionalen Verkauf aus und fordern die zuständigen Organe im TVB Innsbruck – allen voran BM Georg Willi, Vorstandsmitglied Tourismusreferent Johannes Anzengruber, Obmann Gostner und Aufsichtsratsvorsitzende Patricia Niederwieser – zu einem klaren Bekenntnis für eine heimische Lösung auf“, betonen FI-StR Christine Oppitz-Plörer und FI-Wirtschaftssprecher Markus Stoll. Die Liste lehnte jüngst im Gemeinderat die 200.000 Euro-Subvention ab.

Gegen Richtlinie
„Die Finanzspritze an die Muttereralm Bergbahnen Errichtungs GmbH widerspricht ganz klar der städtischen Subventionsrichtlinie“, betonte dazu FP-GR Andreas Kunst. „Aber am meisten ärgere ich mich, dass die 200.000 € an ein gewinnorientiertes Unternehmen gehen, das womöglich ins Ausland verkauft wird.“

 Tiroler Krone
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