25.11.2020 10:00 |

FH in Innsbruck

Der Beruf des Augenoptikers wird 2021 akademisch

Es ist eine Premiere – eine sehr späte Premiere, wie die Vertreter der Berufsgruppe der Augenoptiker anmerken. Als eines der letzten Länder Europas bietet Österreich ab Herbst 2021 in Innsbruck erstmals einen Fachhochschul-Studiengang Augenoptik an. Finanziert wird die Ausbildung (vorerst) von den Optiker-Innungen.

Seit mehr als zehn Jahren versuchen die österreichischen Augenoptiker, eine Ausbildung auf akademischem Niveau zu etablieren. „Mühevoll, bürokratisch, nicht mehr zeitgemäß“, hält Walter Draxl, Rektor der Innsbrucker Fachhochschule Gesundheit, mit Kritik an dem langen Behördenverfahren nicht hinterm Berg.

FH-Studiengang startet im Oktober 2021
Nun ist der Prozess abgeschlossen und im Oktober 2021 startet in Innsbruck Österreichs erstes Bachelor-Studium für Augenoptik. 24 Studienplätze sind zu vergeben, sechs Semester dauert die Ausbildung. Bundesinnungsmeister Markus Gschweidl spricht von einem Meilenstein. Damit werde neben der Lehre und der Meisterprüfung eine dritte und in ganz Europa anerkannte Ebene der Ausbildung geschaffen. Tirols Landesinnungsmeister Christian Isser verweist auf die schon jetzt österreichweite Bedeutung Tirols für die Optiker-Ausbildung mit der Berufsschule in Hall. Und er betont die neuen Möglichkeiten mit dem FH-Studium: „Die Ausbildung wird damit von der Lehre bis zum akademischen Abschluss durchlässig.“

Neben Theorie bietet Studium viel Praxis
Auch aus fachlicher Sicht sei die Akademisierung längst überfällig, sagt Studiengangsleiter Gustav Pöltner: „Die Entwicklung von neuen Technologien sowie der Einsatz von komplexen Messverfahren erfordert eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung.“ Die Praxis komme aber nicht zu kurz. Acht Monate umfasst der praktische Teil.

Zielgruppe Gesellen und Maturanten
Als Zielgruppen für das Studium nennt Isser Optiker-Gesellen und Maturanten. Die Bewerbungsfrist beginnt im Dezember. 363 Euro Studiengebühren fallen pro Semester an. Die Optiker-Innungen finanzieren vorerst fünf Jahre den Großteil der Kosten. Danach hofft man auf eine Bundesfinanzierung.

Claudia Thurner, Kronen Zeitung

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