25.11.2020 08:00 |

Grünes Zuhause

Urban Jungle: Wohntrend Zimmerpflanzen

Pflanzen in der Wohnung oder dem Büro sehen nicht nur gut aus, sondern sind auch wichtig für unser Wohlbefinden. Auch, wenn sie kein Wundermittel für sauberere Luft sind - für viele gehören Monstera und Co. einfach dazu. Sogenannte „Plantfluencer“ gehen sogar noch einen Schritt weiter verwandeln die eigenen vier Wände geradezu in einen „Urban Jungle“. Doch: Wie geht das, was muss ich beim Kauf von (Zimmer-)Pflanzen beachten und welche positiven Effekte bringen diese mit sich?

Vielleicht ist es Ihnen beim Spaziergang im Wald schon mal aufgefallen: Eine grüne Umgebung macht glücklich. Laut Psychologen liegt die Ursache darin, dass die Sehnsucht nach der Natur immer noch in uns steckt und wir uns durch Pflanzen einen Teil der Natur zurückholen. Daher begrünen viele Menschen Ihr Eigenheim mit Blumen und Bäumchen. Und das ist auch gut so.

Wer in einer begrünten Umgebung wohnt oder arbeitet, ist glücklicher, zufriedener, entspannter. Einige Zimmerpflanzen haben einen besonders guten Einfluss auf unser Wohlbefinden.

  • Zimmerpflanzen sind grün. Die Farbe Grün beruhigt das Nervensystem und sorgt für Entspannung.
  • Zimmerpflanzen beschleunigen den Abbau von Wohnraumgiften und Abgasen.
  • Bestimmte Pflanzen filtern CO² und Schadstoffe wie Formaldehyd und Benzol und wandeln diese in Sauerstoff um.
  • Zimmerpflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Raum, was sich wiederum positiv auf unsere Gesundheit auswirkt.

Bedürfnisse der Pflanze berücksichtigen
Sogenannte „Plantfluencer“ wissen dies schon längst und leben meist in einem wahren „Urban Jungle“ - also einem Dschungel in den eigenen vier Wänden. Das allerdings ist aber auch viel Arbeit: Jede Pflanze hat schließlich eigene Bedürfnisse. So kommt es auf die richtige Auswahl der Zimmerpflanzen an und selbstverständlich sind dabei auch die Ansprüche der Pflanze, wie Licht, Temperatur, Wasserbedarf etc., zu berücksichtigen.

Nur eine gesunde Pflanze, die sich auch so richtig wohlfühlt, kann die ganze reiche Palette ihrer Wirkungen entfalten. Auch Umtopfen, Düngen und Co. können sehr zeitintensiv sein, dies darf nicht unterschätzt werden.

Auswahl der Zimmerpflanzen
Je größer und je vitaler die Pflanzen sind, desto besser ist ihre Befeuchtigungs- und Reinigungsleistung. Pflanzen mit aktivem Stoffwechsel sind am besten für den Schadstoffabbau geeignet. Dazu zählen zum Beispiel: Philodendron, Ficus Benjamina, Grünlilie, Efeutute, Drachenbaum und Einblatt.

Die Optik des Eigenheims aber wird durch Palme, Kaktus und Co. auf jeden Fall aufgewertet - und das wiederum wirkt sich positiv auf Körper und Seele aus. Denn: Zu 90 Prozent halten sich Menschen der westlichen Zivilisation im Durchschnitt in geschlossenen Räumen auf.

Vorsicht Allergikerinnen!
Nicht nur außenstehende Gewächse, auch einige Zimmerpflanzen können Allergie-Symptome auslösen. Dazu gehört auch die bei uns so beliebte Birkenfeige, besser bekannt unter „Ficus benjamina“. Symptome wie Fließschnupfen, Hautjucken oder Bindehautentzündungen können auftreten.

PollenallergikerInnen wird geraten, auf blühende Zimmerpflanzen so weit wie möglich zu verzichten. Stark duftende Pflanzen wie Hyazinthen, Jasmin oder Wachsblumen können Kopfschmerzen hervorrufen.

Auch über giftige Zimmerpflanzen sollte man sich besser vor dem Kauf informieren und sie jedenfalls außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufstellen.

Übrigens: Monstera oder Glücksfeder sind nicht nur sehr „instagrammable“, sie brauchen weder viel Licht noch übermäßige Pflege und sind deshalb auch für Anfänger gut geeignet.

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