Samstag, später Vormittag in der Buchhandlung Pfeifenberger in Tamsweg. Chef Wolfgang Pfeifenberger trägt bereits eine der ersten Online-Buch-Bestellungen des Tages. Mitarbeiterin Verena Rossmann verklebt schon flink den nächsten Karton.
Ein Bild, das seit dem Lockdown am Dienstag bei den Lungauern fast schon Alltag ist: Pfeifenberger verkauft seine Bücher und auch die in seinem Verlag erschienenen Lungau-Chroniken online. Teils verlassen rund 150 Pakete am Tag das Haus, die über den Online-Shop oder auch Plattformen wie die des Landes (www.salzburg.gv.at/onlineshops ) bestellt werden.
„Es ist heute wichtig, wie und wo man sich positioniert“, sagt Pfeifenberger, der mit seinem Onlineshop auf mehreren regionalen Plattformen zu finden ist.
Ähnlich geht es auch Josef Eisl: Der Aberseer verkauft sein Schafmilcheis auch während der Krise über seinen Onlineshop und Plattformen – und verschickt das Eis österreichweit per Post in Mehrwegboxen, in denen auch Vanillekipferl- und Germknödel-Eis bei minus 20 Grad versandt werden.
Unternehmen sollen vor den Vorhang kommen
„Wir merken die Krise stark, wir sind momentan nur auf 40 Prozent unserer Produktionsleistung“, berichtet Eisl, der auch Jogurt und Schafkäse herstellt.
Die beiden Unternehmer sind kein Einzelfall: Seit Dienstag haben sich bereits mehr als 200 Firmen auf der neuen Plattform des Landes registriert. „Bestellungen über das Internet haben einen enormen Anteil im Handel“, sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). Einzige Voraussetzung für die Teilnahme? Eine Homepage und ein Versandort in Salzburg.
Das nutzt auch Michael Sporer: Er verschickt seine Liköre, Punsche oder auch Wein. „Wir merken sehr, dass nun die Leute bewusster einkaufen und auch schauen, woher ihre Einkäufe kommen.“









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