22.11.2020 09:00 |

Betroffene erzählen

Corona-Krise raubt Jungen die Job-Perspektive

Gerade junge Erwachsene stellt die Corona-Pandemie auf die Probe. Mitten während der Krise im Berufsleben Fuß zu fassen: eine Herausforderung. Vier junge Salzburger über ihre Sorgen, Ängste und die Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Job, während ein Virus Unternehmen im ganzen Bundesland lahm legt.

„Es ist derzeit sehr schwer etwas zu finden“, sagt Melody Ivan (16) aus der Stadt Salzburg. Seit ihrem Abschluss an der Neuen Mittelschule Taxham im Juli ist die Jugendliche auf Lehrstellen-Suche. Ihr Traumberuf: Drogistin oder Speditionskauffrau. Viermal hat sich die junge Frau bereits um Lehrstellen beworben. „Aber man hat mir immer gesagt, Corona lässt es nicht zu“, so Ivan. Entmutigen lässt sich die Jugendliche von der derzeitigen Situation jedoch nicht. „Es ist ein Grund, aber kein Hindernis.“

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Man hat mir immer gesagt, Corona lässt es nicht zu.

Melody Ivan

Chiara Kameri stimmt ihr zu. Im Juli verlor die 19-Jährige ihre Lehrstelle als Großhandelskauffrau. „Sie haben gesagt, ich passe nicht ins Unternehmen“, so Kameri. Grund genug, um einen Neustart zu wagen. Die Lieferingerin bewarb sich an der Krankenpflegeschule der Landeskliniken als Pflegefachassistenz. Dass der Bedarf an Pflegekräften mit der Krise ins Rampenlicht rückt, stimmt Kameri optimistisch.

Saison-Jobs wegen Corona verschoben
Warten heißt es aktuell für die Pinzgauerin Rebecca Fürstauer. Im Sommer schickte die 19-Jährige eine Bewerbung nach der anderen, sie bekam aber nur Absagen. Umso größer dann die Freude, als im Oktober endlich die Zusage für einen Saison-Job bei der Schmittenhöhe kam. Corona machte der jungen Frau jedoch erneut einen Strich durch die Rechnung: „Eigentlich hätte ich am 9. November starten sollen. Da die Skigebiete geschlossen sind, wurde mein erster Arbeitstag auf unbestimmte Zeit verschoben“, berichtet Fürstauer.

Ähnlich geht es Dominik Kendlbacher aus Ramingstein. „Ich bin als Taxifahrer oft in Skigebieten unterwegs. Momentan steht da aber alles. Ich hoffe, dass wir Mitte Dezember wieder fahren dürfen“, so der Lungauer.

Nikolaus Pichler und Stephanie Angerer, Kronen Zeitung

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