12.11.2020 09:24 |

Klagenfurt

Luxuriöses „Corona-Klo“ oder die 400.000-€-Frage

Rechnen wir so: 100.000 Euro für den Baugrund, 250.000 Euro für das Haus und 50.000 Euro für eine erste Einrichtung. Um diese 400.000 Euro kann eine Familie dann jahrzehntelang im Eigenheim wohnen, leben und lieben. Die Stadt Klagenfurt baut um 400.000 Euro - ein Klo!

Die in der Reitschulgasse geplante und offenbar vergoldete WC-Anlage zeigt ein Phänomen auf: dass nämlich Vorhaben blitzartig teurer werden, wenn die öffentliche Hand dahintersteckt. Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz verweist auf die Zuständigkeit des ÖVP-Stadtrates Markus Geiger, bestätigt aber: „Bei der öffentlichen Hand ist alles doppelt so teuer.“ Das hänge nicht nur mit dem Bestbieterprinzip zusammen. „Entscheidende Stellen nehmen nur die teuersten und besten Produkte, aus Sorge, sonst irgendwann eine Haftung tragen zu müssen.“

Salzburger WC war günstiger
Wobei die Sache, sprich das WC, noch schräger wird. Die Hälfte der 400.000 Euro stammt nämlich aus dem Coronaförderpaket des Bundes - zur Ankurbelung der örtlichen Wirtschaft. Übrigens: Salzburg baute in bester Innenstadtlage eine WC-Anlage um durchaus wohlfeile 172.000 Euro.

Fritz Kimeswenger
Fritz Kimeswenger
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