11.11.2020 06:00 |

Behörden-Sitzung

Startschuss für Contact-Tracing in Gemeinden fällt

Ab heute, Mittwoch, unterstützen die ersten Gemeinde-Mitarbeiter die Behörden beim Nachverfolgen der Kontakte. Schnell wurde alles organisiert, mancherorts zu schnell.

Wir haben eine Pandemie. Da helfen wir zusammen“, meint der Schwarzacher Ortschef Andreas Haitzer (SPÖ) über die Contact-Tracer in den Amtsstuben. In der Pongauer Gemeinde greifen im Laufe dieser Woche sechs Mitarbeiter den Gesundheitsbehörden unter die Arme. Am Montag liefen landesweit Vorbereitungen für die Maßnahme im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Dabei übten einige Bürgermeister auch Kritik. Informationen des Landes über die genauen Richtlinien für die Contact-Tracer seien verspätet eingetrudelt, so der Tenor mancher Ortschefs. „Uns wäre auch lieber gewesen, wir hätten diese Idee früher gehabt. Aber der Geistesblitz kam uns erst am Freitag gegen Mittag“, rechtfertigt man sich dazu im Büro von Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

In Saalfelden meldete die Stadtgemeinde schon am Sonntag, dass der reguläre Parteienverkehr eingestellt wird. Um dann wieder zu korrigieren: „Wir waren schneller als das Land erlaubt, könnte man sagen“

Auch in Hallein wurde sofort mit Vorarbeiten begonnen: „Man braucht genug Platz, Handys müssen organisiert werden“, heißt es aus dem Büro von Stadtchef Alexander Stangassinger (SPÖ). Die Contract-Tracer sind in der Salzberghalle im Einsatz. In einer ersten Phase werden fünf Mitarbeiter – aus dem Amt, aber auch von zur Zeit geschlossen Betrieben wie dem Kino oder den Zinkenliften – damit beauftragt. Das Rathaus blieb schon am Dienstag für den regulären Parteienverkehr geschlossen.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
Sabine Salzmann
Sabine Salzmann
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