10.11.2020 12:25 |

Corona-Umfrage zeigt:

Jeder zweite Österreicher will sich impfen lassen

Mehr als die Hälfte der Österreicher würde sich gegen das Coronavirus impfen lassen, wenn es schon einen Impfstoff gäbe. Bei einer aktuellen repräsentativen Online-Umfrage gab fast die Hälfte der Befragten zudem an, durch die ersten Ausgangsbeschränkungen psychisch belastet gewesen zu sein. Die Stimmung habe sich allerdings nach Ende des Lockdowns gebessert.

Die Umfrage wurde von Gfk im Auftrag der Wiener Städtischen durchgeführt. „2020 ist ein sehr herausforderndes Jahr. Niemand von uns hätte im Jänner gewusst, wie sich die darauffolgenden zehn Monate entwickeln würden“, erklärte Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung, am Dienstag.

Ein Drittel würde sich noch im ersten Monat impfen lassen
Für 43 Prozent stellten das Coronavirus und die daraufhin ergriffenen politischen Maßnahmen eine sehr starke bzw. starke Belastung dar. Bei zwei Dritteln habe der psychische Stress nach Ende des ersten Lockdowns aber wieder abgenommen. Nicht verwunderlich also, dass sich rund 54 Prozent der Befragten gegen den Erreger impfen lassen würden, damit solche Maßnahmen künftig nicht mehr erforderlich sind. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) möchte dies sogar im ersten Monat tun, nachdem ein Impfstoff zur Verfügung steht.

Drei von vier Befragten fühlten sich zum Zeitpunkt der Umfrage gesund oder sehr gesund. Genauso viele gaben an, dass sie selbst oder ein Familienmitglied zur sogenannten Risikogruppe gehören. „Die Angst vor einer Pandemie und die Angst um die eigene Gesundheit stehen ganz oben auf der Sorgenliste“, betonte Studienautorin Ursula Swoboda von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Medizinische Versorgung wird positiv bewertet
Um abseits von Impfungen möglichst gesund zu bleiben und Krankheiten abzuwenden, gibt es Kontroll- und Vorsorgeuntersuchungen. Rund 40 Prozent gaben an, einen solchen Arzttermin während des ersten Lockdowns im Frühjahr abgesagt zu haben. „Es ist wichtig, die Österreicherinnen und Österreicher aufzufordern, auch in diesen Zeiten ihre geplanten Kontroll- und Vorsorgetermine durchzuführen, weil sie eine Investition in die Zukunft sind“, betonte Wendler. Ein Großteil der Personen, die während dieser Zeit medizinisch versorgt wurden, gab an, damit sehr zufrieden bzw. zufrieden gewesen zu sein (62 Prozent).

Das Ausmaß der sportlichen Ertüchtigung und die Ernährungsgewohnheiten haben sich beim Großteil während der ersten Ausgangsbeschränkungen nur wenig verändert. Dennoch gab rund ein Drittel an, dass sich das eigene Gewicht verändert habe. Während jeder Zehnte abgenommen habe, legten knapp mehr als 20 Prozent an Gewicht zu. „Die Zahlen zeigen, dass man in einem Lockdown mehr Bewegung machen muss“, resümierte Wendler.

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