05.11.2020 09:23 |

Lockdown als Risiko

Andritz AG verdreifacht Gewinn trotz Corona

Erst vor gut zwei Monaten hat die Andritz AG angekündigt 180 Stellen in Wien und Graz zu streichen, nun vermeldet der Grazer Anlagenbauer eine Verdreifachung des Gewinns in den ersten drei Quartalen des heurigen Corona-Jahres. Den Lockdown sieht man dennoch als Risiko.

Der börsennotierte steirische Anlagenbauer Andritz hat in der Coronapandemie gut verdient. Der Umsatz stieg leicht, der Gewinn verdreifachte sich in den ersten drei Quartalen des Jahres. Der Auftragseingang lag zwar leicht unter dem Vorjahresvergleichszeitraum, als es einen Großauftrag gegeben hatte, erreichte aber den zweithöchsten jemals erreichten Wert für die ersten drei Quartale eines Jahres, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Umsatz soll sinken
Die im Rahmen der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 2. Quartal 2020 abgegebene Guidance für die Umsatzentwicklung bleibt unverändert. Andritz erwartet für das Geschäftsjahr 2020 aus heutiger Sicht einen im Vergleich zu 2019 (damals: 6,67 Mrd. Euro) etwas niedrigeren Umsatz. Steigende Corona-Infektionen und Lockdowns könnten sich aber noch negativ auswirken. Auch die Rentabilität (EBITA-Marge) vor Sondereffekten soll „in etwa gleich bleiben“ wie 2019, als sie 6,8 Prozent betrug.

Der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2020 lag mit 4,84 Mrd. Euro um 1,9 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis (nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) verdreifachte sich in den ersten drei Quartalen 2020 von 46,5 Mio. Euro auf 137,3 Mio. Euro. Der Auftragseingang lag mit 4,74 Milliarden um 18,2 Prozent unter dem Vorjahresvergleichszeitraum. Damit ging auch der Auftragsstand per 30. September im Vergleich zum Jahresende 2019 um 5,8 Prozent auf 7,33 Mrd. Euro zurück.

„Mit Entwicklung zufrieden“
„Wir sind mit der Geschäftsentwicklung in den ersten drei Quartalen sehr zufrieden“, schreibt Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender und Miteigentümer von Andritz. Der börsennotierte Konzern hat rund 27.800 Mitarbeiter und über 280 Standorte in mehr als 40 Ländern

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