08.09.2020 12:30 |

Wirtschaftskrise

Steirischer Konzern Andritz baut 180 Stellen ab

Die Wirtschaftskrise trifft die steirische Industrie: Bei Andritz werden 180 von 1900 Mitarbeitern in Graz und Wien abgebaut, etwa zwei Drittel durch Nichtnachbesetzungen nach Pensionierungen. Bei Magna Powertrain sollen es zumindest 100 Mitarbeiter in Lannach, Ilz, Albersdorf und Traiskirchen sein.

Neben positiven Meldungen - Sappi in Gratkorn präsentierte etwa im Montag eine Millioneninvestition in seine Papierfabrik - gibt es aus der Industrie auch schlechte Nachrichten. So sollen bei Andritz in Graz und Wien etwa zehn Prozent der rund 1900 Mitarbeiter abgebaut werden, wird ein Bericht der „Kleinen Zeitung“ bestätigt.

„Aufgrund der unverändert schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen (vor allem aufgrund der weltweiten Corona-Krise) und dem damit verbundenen niedrigeren Auftragseingang muss sich Andritz kostenmäßig auf ein mittelfristig niedrigeres Geschäftsvolumen anpassen, um langfristig wettbewerbsfähig und rentabel zu bleiben“, heißt es vom Unternehmen. Von einer Kündigung sollen 50 bis 60 Mitarbeiter betroffen sein, der Großteil der Personalreduktion erfolge durch Pensionierungen.

„Sehr schmerzlich, aber notwendig“
„Das ist leider sehr schmerzlich, aber notwendig“, so ein Sprecher. „Wir bemühen wir natürlich, sofern sich die Möglichkeit ergibt, den betroffenen Mitarbeitern Positionen in anderen Geschäftsbereichen oder Standorten anzubieten. Wir haben auch einen mit dem Betriebsrat schon abgestimmten Sozialplan.“

Personalabbau bei Magna Powertrain
Magna Powertrain wollte keine konkreten Zahlen nennen. In einer Stellungnahme heißt es: „Der dynamische Wandel in der Automobilindustrie und die durch die Covid-19-Pandemie hervorgerufenen Herausforderungen erfordern eine Strukturanpassung des Powertrain-Geschäfts, sowohl bei der Entwicklung als auch in der Produktion.“ 

In Österreich müsse man Personalreduzierungen vornehmen. „Gemeinsam mit Betriebsrat und Gewerkschaftsvertretern wurde ein sozial verträglicher Fahrplan entwickelt, welcher jetzt umgesetzt wird.“

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