Vor zweitem Lockdown

Supermärkte: Viel los, „aber keine Hamsterkäufe“

Wirtschaft
31.10.2020 13:01

Die Stunden vor der zu erwartenden Verkündung eines neuerlichen Lockdowns ab Dienstag haben viele Österreicher am Samstag zum Lebensmitteleinkauf genutzt. „Hamsterkäufe gibt es aber keine“, berichteten die Sprecherinnen von Spar, Rewe und Lidl. Die Nachfrage war allerdings größer als einem üblichen Samstag, hieß es.

„Der heutige Tag ist verglichen zu einem normalen Samstag stärker“, sagte eine Sprecherin von Spar, Eurospar und Interspar. Auch ihr Rewe-Pendant (Billa, Merkur, Adeg, Penny) sprach von einem „starken Einkaufssamstag, aber nichts Ungewöhnlichem. Es ist keine Wiederholung des 13. März.“ Damals war es österreichweit zu Hamsterkäufen gekommen, da erstmals ein Lockdown verkündet worden war. „Wir verzeichnen derzeit deutlich höhere Absätze. Hamsterkäufe wie im März sind aber nicht zu beobachten“, hieß es auch seitens Lidl.

Supermärkte für höhere Nachfrage gerüstet
Bereits am Freitag hatten alle Handelsketten, auch Hofer, versichert, dass sie für eine höhere Kundennachfrage aufgrund der erwarteten Verschärfungen der Corona-Maßnahmen vorbereitet sind. Die Lager seien voll.

„Unsere Lager, der Einkauf und alle Abläufe sind auf erhöhte Nachfrage gut vorbereitet, wir können alle Märkte regelmäßig und mit allen Waren versorgen“, so die Spar-Sprecherin. Bei Rewe hat man sich auch auf eine höhere Nachfrage eingestellt. „Wir haben vorsorglich die Lagerstände und Zuteilungen erhöht“, drzeit gebe es aber „kaum Bevorratungskäufe“, hieß es.

Die Angst vor der leeren Klopapierrolle hat in Pandemiezeiten eine Hochzeit erlebt. (Bild: AFP/Frederick Florin)
Die Angst vor der leeren Klopapierrolle hat in Pandemiezeiten eine Hochzeit erlebt.

Der Lebensmitteldiskonter Hofer sieht ebenfalls keinen Grund zur Sorge. „Wir können unsere Kundinnen und Kunden beruhigen, ausufernde Vorratskäufe sind nicht notwendig, da unsere Läger gut gefüllt sind und wir auch auf kurzfristig erhöhten Bedarf einzelner Artikel sehr rasch reagieren können.“ Es gebe „ein paar Artikel, wie zum Beispiel Mehl, Germ oder Toilettenpapier, die in diesen Tagen etwas verstärkt nachgefragt werden“.

„Kein Grund für Hamsterkäufe oder Verunsicherung“
Auch der Diskonter Lidl sieht sich gut vorbereitet. „Unsere Lager sind gefüllt. Es gibt genug Lebensmittel und Hygieneartikel in Österreich und wir werden die Versorgung der Bevölkerung auch in einer neuerlich verschärften Situation wie gewohnt sicherstellen“, so Lidl-Österreich-Chef Alessandro Wolf. „Auch wenn hier wieder schwierigere Wochen auf uns alle zukommen, es gibt keinen Grund für Hamsterkäufe oder Verunsicherung.“

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