Nutzte seine Chance

Rapids Gartler: „AMS rief an: Such dir einen Job“

Im Sommer war Paul Gartler lange vereinslos, wusste nicht, wie es weitergeht. Beim 0:1 in Molde nutzte der Goalie seine Chance - jetzt ist er Rapids neuer „Einser“. Gegen Altach erstmals auch in Hütteldorf.

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Wir gewinnen und verlieren zusammen. Natürlich hat es mich gefreut, dabei zu sein. Aber dafür kann ich mir nichts kaufen.“

Nach dem 0:1 in Molde blieben Paul Gartler nur die üblichen Interview-Floskeln. Obwohl Rapids Europacup-Debütant mit sich zufrieden sein konnte. Der 23-Jährige hielt die Kühbauer-Truppe mit starken Paraden lange im Spiel. „Besser als man hat nichts zu tun und verschneidet dann mit einer Aktion die Partie“, schmunzelte der Torhüter.

Voller Adrenalin nach der Pleite
Der nach der Pleite eine kurze Nacht hatte, wenig schlief. „Ich war voller Adrenalin.“ So hatte er Zeit, die letzten Wochen aufzuarbeiten. „Im Sommer ist es mir nicht gut gegangen“, „beichtet“ Gartler der „Krone“. Vier Wochen war er beim AMS, vertragslos. „Ich wusste nicht, wie es weitergeht.“ Ein Telefonat mit dem AMS wird er nie vergessen: „Hast du schon einen Verein? Nein. Dann such dir einen anderen Job.“

„Da wird dir anders“

Erst vier Tage nach dem Trainingsstart verlängerte dann Rapid mit dem 33-fachen ÖFB-Nachwuchs-Goalie. Dessen Karriere zwei schwere Verletzungen (knöcherner Ausriss in der Schulter; Kahnbeinbruch) bremsten. „Da haben Wojtek und Gerald an und mit mir ständig gearbeitet“, bedankt er sich explizit bei Rapids Physios Burzec und Kemmer. Die es auch ermöglichten, dass der verlässliche „Back-up“ jetzt seine unerwartete Chance nutzte.

„Wir pushen uns“
„Ich war selbst überrascht“, erfuhr Gartler seine Nominierung erst am Spieltag nach dem Mittagessen. Danach zog er sich auf sein Zimmer zurück, schlief, las ein Buch. „Erst ab der Busfahrt war ich angespannt, voll fokussiert.“ Und dann rasch im Spiel.

Weshalb der Steirer auch morgen gegen Altach erstmals in Hütteldorf im Rapid-Tor stehen wird. „Würde mich freuen, aber ich spucke keine großen Töne.“ Da denkt er auch an Richard Strebinger. „Er hat mir gratuliert. Wir pushen uns. Eines ist klar: Rapid hatte nie ein Tormann-Problem.“

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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