24.10.2020 06:00 |

Corona-Ampel

Rot für den Pinzgau wundert so manchen

Diese Entscheidung kam überraschend: Auch der Pinzgau - noch in der Vorwoche der Bezirk mit den wenigsten Infektionen - steht nun auf höchster Covid-Warnstufe. Die Vereine sind für neue Maßnahmen bereits gerüstet.

Erich Rohrmoser war wie so viele andere Pinzgauer überrascht. „Ich hab das erst gar nicht glauben können“, sagt der Saalfeldener Bürgermeister. Der ganze Bezirk steht nun auf der höchsten Corona-Warnstufe. Die Ampel sprang direkt von Gelb auf Rot. „Vorsicht ist angesagt, aber diese Entscheidung verstehen längst nicht alle“, sagt Rohrmoser.

Noch in der Vorwoche war der Pinzgau der Bezirk mit den wenigsten Infektionen – vor knapp drei Wochen gab es im ganzen Gau nur 25 Coronafälle. Mittlerweile sind es mehr als 170. Besonders betroffen ist die Gemeinde Unken – dort sind mit Stand Freitag 33 Personen positiv getestet worden. Größere Veranstaltungen gab es, was das Kontaktmanagement erschwert. „Es sind keine größeren Cluster, die Fälle schlagen fast alle einzeln auf“, heißt es seitens des Landes. Und: Trotz Corona-Rot gibt es vier coronafrei Gemeinden.

Feuerwehren waren auf Verbote vorbereitet
Die strengen Maßnahmen samt Veranstaltungsverboten kommen zumindest für viele Vereine nicht überraschend. Die Feuerwehren und Blasmusik-Kapellen haben bereits in der vergangenen Woche sämtliche Übungen und Proben abgesagt.

Mittersills Bürgermeister Wolfgang Viertler hat sich das Virus selbst eingefangen. Er wünscht sich von den Generationen mehr gegenseitigen Respekt und Rücksichtnahme. Feiern seien jetzt nicht angebracht. „Aber Sport braucht man, um gesund zu bleiben.“

Nikolaus Klinger
Nikolaus Klinger
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