04.10.2020 17:00 |

Ab April barrierefrei

Tiwag baut Hindernis in Brunau rück

Vor einigen Tagen startete die Tiwag den Abbau des Brunauer Wehres an der Gemeindegrenze zwischen Haiming und Sautens als Ausgleichsmaßnahme für den Kraftwerksausbau im Kühtai. Ab April 2021 sollte der Inn barrierefrei „befahrbar“ sein. Dem Energieversorger kostet das rund drei Millionen Euro.

Während sich am Samstag der WWF gegen das Kraftwerk in Tumpen zur Wehr setzte, begann die Tiwag nur wenige Kilometer nördlich in Brunau, das dortige Wehr zu beseitigen. Diese rund zwei Meter hohe Stauung wurde in den 1950er Jahren von der Haiminger Wassergenossenschaft errichtet, um die landwirtschaftlichen Flächen zu bewässern. Die Beseitigung der Wehrs – eine unüberwindbare Barriere für Fische und Wassersportler – ist eine von zahlreichen ökologischen Begleitmaßnahmen der Tiwag im Rahmen des Kraftwerksausbaus im Kühtai. Das Energieunternehmen nimmt dafür rund drei Millionen Euro in die Hand.

„Aufwertung für den Rafting- und Kajaksport“
„Diese Maßnahme wird zukünftig die Fischpassierbarkeit ermöglichen“, sagt Tiwag-Vorstandsdirektor Johann Herdina, „aber auch die Wassersportler werden profitieren.“ Das sieht auch Marcel Pachler, der Obmann des Tiroler Raftingverbandes so: „Die Beseitigung dieser künstlichen Gefahrenstelle bedeutet eine enorme Aufwertung für den stark boomenden Rafting- und Kajaksport im Ötztal.“
Die Arbeiten werden in der Niedrigwasserperiode durchgeführt und im April 2021 finalisiert. Dabei wird flussabwärts die Gewässersohle angehoben und auf rund 300 Metern Länge eine Rampe mit einem Gefälle von zwei Prozent hergestellt.

Hubert Daum
Hubert Daum
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