03.10.2020 13:36 |

1058 Neuinfektionen

Anschober: Kein Zusammenhang mit hoher Test-Zahl

Angesichts der eklatanten Anzahl an Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden in Österreich mit 1058 neuen Fällen hat sich Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Samstag höchst besorgt gezeigt. Denn die hohe Zahl an positiven Tests sei nicht etwa mit einer besonders hohen Zahl an Testungen zu erklären - vielmehr stellten sich besonders viele engere Kontaktpersonen positiv Getesteter als ebenfalls positiv heraus.

„Das hängt heute nicht an einer besonders hohen Zahl an Testungen - diese war mit 15.456 in den vergangenen 24 Stunden eingemeldeter Tests durchschnittlich -, sondern nach einer ersten Analyse an besonders vielen positiven Testergebnissen bei Personen der Kategorie 1. Das sind Personen, die als engere Kontaktpersonen anderer positiv Getesteter bereits vor der Testung abgesondert waren. Das heißt, dass es sich zum Teil um ein Anwachsen bestehender bekannter Cluster handelt“, so Anschober via Aussendung am Samstag.

1058 Neuinfektionen, 859 Neugenesene
Nach zwei Wochen der Stabilität - allerdings in einem zu hohen Bereich - wurde ein neuer Rekordwert an Neuinfizierten gemeldet. 1058 Neuinfektionen stünden 859 Neugenesene gegenüber, die Gesamtzahl an aktiven Fällen steigt damit auf aktuell 8578. Neben Wien und Niederösterreich, wo alarmierende Rekordwerte gemeldet wurden, gab es jedoch auch hohe Zuwächse in Tirol und Oberösterreich.

Appell, Testungen rasch durchzuführen
Nicht zuletzt aufgrund des Rekordwerts von 474 neuen Fällen am Samstag appellierte Anschober deshalb neuerlich vor allem an die Bundeshauptstadt, durch eine rasche massive Personalaufstockung sicherzustellen, dass die Vorgabe von 48 bzw. 24 Stunden maximaler Zeitdauer für Testungen bzw. Kontaktpersonenmanagement auch durchgehend eingehalten werden kann.
„Nur, wenn Testungen und Kontaktpersonenmanagement rasch durchgeführt werden, kann die Ausbreitung rasch begrenzt werden“, so der Gesundheitsminister.

Stopp-Corona-App funktioniert immer besser
Positiv sei jedoch, „dass die aktuellen statistischen Auswertungen auch zeigen, dass die Stopp-Corona-App des Roten Kreuzes mit steigenden Infektionszahlen nun auch immer mehr Warnungen durchführt. Nach einem schleppenden Beginn haben mittlerweile bereits über 1800 Menschen, die erkrankt sind, ihre Kontakte über die App gewarnt“. Deshalb erging ein neuerlicher Appell des Gesundheitsministers an die gesamte Bevölkerung, „diese nun offensichtlich gut funktionierende Unterstützung des manuellen Kontaktpersonenmanagements auch selbst zu installieren“.

Alarmierende Zuwächse auch in Nachbarländern
Neben Österreich mit einem Plus an Neuinfektionen von 2,3 Prozent am Samstag seien jedoch auch die aktuellen Zuwächse bei einigen Nachbarländern dramatisch. „Tschechien verzeichnet mit einem Plus von 5,1 Prozent bereits einen Tageszuwachs von 3796 neu bestätigten Fällen, die Slowakei liegt heute bei einem Plus von 6,2 Prozent, Ungarn bei plus 4,8 Prozent. Große Teile Europas befinden sich damit in einer sehr schwierigen Phase der Corona-Krise", so Anschober.

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