Seniorin abgezockt?

Kauf einer Pension am Traunsee schlägt hohe Wellen

Mit schweren Vorwürfen sieht sich die Immobilienfirma „Maximilianhof“ aus Altmünster konfrontiert. Sie soll eine 84-Jährige beim Kauf der Pension am Ufer des Traunsees in Gmunden sittenwidrig abgezockt haben. Die Käufer streiten dies aber vehement ab. Rund um den Deal sei alles korrekt gelaufen.

Rund 700.000 Euro soll die Immo-Firma „Maximilianhof“ für den Erwerb einer Pension samt dazugehörigem Grundstück am Traunseeufer bezahlt haben. Klingt viel, ist für Gmundner Verhältnisse aber ein Schnäppchen. Ein ähnliches Objekt in der Nähe ist das Sechsfache wert. Deshalb machte der Deal rasch die Runde. Die 84-jährige Besitzerin soll abgezockt worden sein. Weil Erben rechtliche Schritte überlegen, soll die Immo-Firma den Vertrag kurzfristig aufgelöst haben.

Immo-Firma dementiert
„Das stimmt alles nicht“, wehrt sich Michael Gesswein, Geschäftsführer der Immobilienfirma. Der Vertrag sei noch gültig. Die Familie habe auch nicht die Firma kontaktiert. „Als wir von den Gerüchten hörten, versuchten wir, die Familie zu erreichen, um zu erfahren, was los ist. Es geht um meinen Ruf“, so Gesswein.

Gutachten erstellen lassen
Der Preis geht für ihn in Ordnung. „Es gibt nur eine touristische Widmung, wir können maximal ein Hotel, aber keine Luxuswohnungen bauen. Das Haus ist nicht direkt am See. Wir sind nur Miteigentümer.“ Beim Vertragsabschluss waren laut Gesswein auch ein Notar, ein Makler, die Besitzerin der Pension und ihre Familienangehörigen anwesend. „Der Makler, der uns die Liegenschaft angeboten hat, hat ein Gutachten für den Preis erstellen lassen. Wir haben gar nicht verhandelt.“

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 22. Oktober 2020
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