Unmoralisches Angebot

Rapid-Profi Murg: Nach Hochzeit reif für die Wüste

Rapid bestätigt ein unmoralisches Angebot aus Saudi-Arabien für Thomas Murg. Bei der Ablöse müssen sich die Scheichs noch bewegen. Sportchef Zoran Barisic würde „seinen Jungen“ aber lieber in einer Top-Liga sehen.

Sieben Punkte aus drei Partien, der beste Saisonstart seit 2015 - die nackten Zahlen nach Rapids 2:1-Sieg in St. Pölten. Dennoch keine Spur von Freude oder Erleichterung, in Hütteldorf überwiegt die Ungewissheit. Wobei es bei Dejan Ljubicic gestern eine erste, vorsichtige Entwarnung gab. Rapids Kapitän glaubt, dass er „nur“ mit einer Zerrung an der Leiste davongekommen ist. Nach der heutigen MR-Untersuchung im Spital weiß der 22-Jährige, wie lange die Zwangspause ist.

Thomas Murg hat man in St. Pölten wohl zum letzten Mal im Rapid-Trikot gesehen. Der 25-Jährige wird mit einem Millionengehalt nach Saudi-Arabien gelockt. Letzte Woche heiratete Murg relativ spontan seine Freundin Lisa. Was viele als Indiz für seinen Wechselwunsch werten. Nur als Ehefrau „darf“ Lisa in den Wüstenstaat mitkommen.

„Es gibt ein konkretes Angebot“, bestätigt Rapids Sportchef Zoki Barisic. „Aber der Ball liegt nicht bei uns.“ Logisch, dass Grün-Weiß bei der Ablöse pokert, hart bleibt. Murg hat bis 2022 Vertrag. Doch der letzte Kontakt mit den Scheichs ist schon ein paar Tage her. „Wahrscheinlich haben die Saudis nicht genug Geld, um sich den Murgi leisten zu können“, wundert sich Barisic. Die Verhandlungen sind scheinbar schwierig. Zumal Barisic Murg am Herzen liegt: „Ich habe ihn einst zu Rapid geholt. Er ist ein super Junge. Wenn schon nicht bei uns, dann sehe ich ihn in einer der vier Top-Ligen, wo er sportlich und finanziell den nächsten Schritt machen kann.“

„Wir sind vorbereitet“
Sollte Murg, der im Sommer zum zweiten Mal Vater wurde, tatsächlich das Wüsten-Abenteuer wagen, müsste Rapid wohl auch selbst auf dem Transfermarkt agieren. Zumal man mit Schwab auch schon viel Qualität eingebüßt hat. „Wir sind vorbereitet“, bleibt Barisic ruhig. Jetzt müssen sich erst einmal die Saudis bewegen ...

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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