14.09.2020 07:30 |

Pädagoge fordert

Schulstart: „Ampelfarben nicht zu schnell ändern“

Wolfgang Arming, SOS-Kinderdorfleiter in Salzburg spricht darüber, wie sich die Schul-Maßnahmen auf das Wohlbefinden von Kindern auswirkt.

Worauf dürfen sich Kinder und Eltern zum heurigen Schulbeginn einstellen?


Auf viel Ungewissheit. Ich merke das an den Gesprächen mit den Eltern. Die Tatsache, sich auf nichts einstellen zu können, verunsichert viele. Auch die Anzahl der Anrufe bei Rat auf Draht ist in dieser Zeit enorm angestiegen.

Welche Auswirkungen haben die Maßnahmen in den Schulen für die Kinder?

An Singen und Turnen im Freien werden sich die Kinder schnell gewöhnen. Auch das Maske Tragen ist nichts Neues mehr. Vor allem jüngere Kinder können sich teils recht schnell an solche Gegebenheiten anpassen. Nur: Zu schnell und kurzfristig dürfen sich die Maßnahmen nicht ändern.

Denken Sie, die allgemeinen Auflagen werden langfristig Auswirkungen auf die Kinder haben?

Ich denke schon. Durch den gestiegenen Druck innerhalb der Familie, die zunehmende Gewalt und finanziell schwierige Situationen sind Kinder einer großen Belastung ausgesetzt.

Wie stehen Sie zur Corona-Ampel an Schulen?

Ich finde das Prinzip gut. Wichtig ist nur, wie angesprochen, dass die Farben nicht innerhalb kürzester Zeit wechseln. Das bedeutet für Eltern, Schüler und Schulen sonst viel Stress.

Welche Tipps haben Sie für Familien zum Schulstart?

Transparenz ist auf jeden Fall das Um und Auf. Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die aktuellen Maßnahmen an der Schule und bereiten Sie sie so auf den Schulstart vor. Außerdem sollten Sie keinen Leistungsdruck auf Ihre Kinder ausüben, sondern den Tagesablauf langsam wieder an das Schulleben anpassen.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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