31.08.2020 09:56 |

Rücksicht nehmen

Radboom rund um den Großglockner

Die 48 Kilometer lange Glockner Hochalpenstraße erlebt heuer einen Radboom wie nie zu vor, was aber so manchen Autofahrer verärgert.

Zum „Glocknerkönig“ krönten sich zahlreiche Radprofis wie der Niederländer Pieter Weening oder der Belgier Ben Herman, welche die Bergwertung auf der Großglockner Hochalpenstraße bei der Österreich-Rundfahrt gewannen. In der Rennradszene sind die 48 Kilometer zwischen Heiligenblut und Ferleiten (Salzburg) Kult und gehören einfach gefahren. Das E-Bike hat die legendäre Bergstrecke für alle Radfahrer geöffnet.

Einer von ihnen ist ORF-Stiftungsrat Siggi Neuschitzer, der mit dem E-Bike jährlich Tausende Kilometer in Kärnten und der Alpen-Adria-Region unterwegs ist. „Mein Großvater hat beim Bau der Glocknerstraße mitgeholfen, und mein Vater ist mit dem Fahrrad von Trebesing über den Glockner geradelt.“ Um die Faszination Glocknerstraße kennenzulernen, starten Siggi und ich eine Testfahrt über die Hohen Tauern. „Der Nationalpark ist einfach ein Juwel“, schwärmt Siggi: „Mit dem Fahrrad genießt man die Landschaft noch mehr. Und man sieht auch viel mehr als aus dem Auto.“ Knapp 1300 Höhenmeter sind es allein bis zum 2504 Meter hohen Hochtor. Und die saugen die Energie aus dem Akku.

Mehr als 20.000 Radfahrer zählt die Grohag pro Saison - Tendenz stark steigend. Genaue Zahlen gibt es aber nicht, denn laut Grohag ist die Zählung defekt. Doch die vielen Radfahrer sorgen für Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern, weil sie manchmal auch nebeneinander treten. Auch weil Autofahrer kräftig Maut zahlen müssen und Radfahrer nicht. Grohag-Sprecherin Patricia Lutz: „Radfahrer sollten deshalb in die Tagesrandzeiten ausweichen, aktuell sind 70 Prozent aber in der Hauptzeit zwischen 9 und 13 Uhr unterwegs.“

Von
Hannes Wallner
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