Am Samstag gingen die Bewohner des Grazer Univiertels auf die Straße (Bild), um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen. Dass man sich im Regen stehen gelassen fühlt, liegt nicht am schlechten Wetter. "Uns wurde schon so viel versprochen, geändert hat sich allerdings nie etwas", macht Johann Eder, der Sprecher der Interessensgemeinschaft "Lebensraum Univiertel" seinem Ärger Luft.
Die Stadt hat bisher wenig unversucht gelassen, damit sich etwas ändert: Die Kontrollen der Lokalbetreiber wurden verschärft, eine Türsteher-Pflicht und ein Alk-Verbot eingeführt, die Ordnungswache ist vor Ort und klopft auf schlimme Finger. Leider blieb all das aber ohne zählbaren Erfolg. Jugendliche Randalierer machen am Freitag und am Samstag weiterhin die Nacht zum Tag. Mit den altbekannten Begleiterscheinungen - einem Cocktail aus Übermut, Rücksichtslosigkeit und Zerstörungswut. Dass Anrainer bis zum Sonnenaufgang kein Auge zubekommen und das Viertel am "Tag danach" einem Schlachtfeld gleicht, gehört nach wie vor zum Alltag.
Schluss mit lustig
Mit einer groß angelegten "Aktion scharf" soll nun das bisher Unmögliche gelingen, den Unverbesserlichen der Garaus gemacht werden. Seit Anfang September versucht ein Großaufgebot der Polizei, für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Sechs Streifen patrouillieren von Mitternacht bis 7 Uhr früh auf der Partymeile - Verstärkung kommt von "Kommissar Rex". Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt: Auf die sanfte Tour sind die Krawallmacher nicht zur Vernunft zu bringen. Am vergangenen Wochenende soll es bereits Anzeigen "gehagelt" haben! Jetzt, so scheint es, ist im Univiertel endgültig Schluss mit lustig...
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von Ernst Grabenwarter, "Steirerkrone"
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