Augenzeuge half:

Kehrwasser im Steyr-Fluß wurde wieder zur Falle

Zum zweiten Mal innerhalb von eineinhalb Wochen musste die Wasserrettung zur Kruglwehr in Steyr ausrücken. Erneut waren zwei Schlauchbootfahrer im Kehrwasser nach der Bootsrutsche quasi gefangen.

Am 30. Juli hatte Wasserretter Dietmar Ramsner zwei Schlauchbootfahrer gerettet, die in dem extrem starken Kehrwasser am Ende der Bootsrutsch gefangen waren. Das Bootdrehte  sich in einer Kreiselbewegung wieder zurück zu der Wehr. Die  beiden Männer nicht mehr konnten aus ihrer gefährlichen Lage befreien und mussten immer wieder Wasser aus dem Boot schöpfen. Ein Augenzeuge alarmierte die Rettungskräfte in Steyr. Als erster am Einsatzort war Dietmar Ramsner, ehrenamtlicher Landesreferent für Wildwasser bei der Österreichischen Wasserrettung. Er war dem Duo seinen Wurfsack zu.

Wasserwalzen werden unterschätzt
Besonders bei künstlichen Staustufen und Wehranlagen kann sich direkt nach einem Wasserfall eine sogenannte Wasserwalze bilden. „Bei stärkerer Strömung werden die Opfer wie in einer Waschmaschine immer wieder im Kreis unter Wasser gedrückt, zusätzlich ist der Auftrieb im Weißwasser durch die darin vermischte Luft stark verringert. Auch Ersthelfer, die ungesichert zu einem Verunglückten ins Wasser springen, erleiden unweigerlich das gleiche Schicksal. Daher gilt es, bei Wehranlagen besondere Vorsicht walten zu lassen und unbedingt örtliche Bade- und Betretungsverbote zu befolgen“, warnt Dietmar Ramsner.

Gefährliche Wiederholung
Am Sonntag ergab sich nochmals dieselbe gefährliche Situation, diesmal mit zwei türkischen Burschen, die wiederum mit ihrem Boot im Kehrwasser hängen geblieben waren. Ein Badegast reichte ihnen als Ersthelfer einen Ast, damit gelangten sie ans Ufer.

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Freitag, 25. September 2020
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