03.08.2020 15:00 |

Im Tennengau

Wenige profitieren im heurigen Covid-Sommer

Die Virus-Krise hält den Tourismus im Tennengau in Atem: Während die Hotels im Lammertal teils über gute Auslastung von 70 Prozent frohlocken, bleiben im Salzachtal die Betten oft leer. „Wir waren am Samstag das erste Mal ausgebucht“, sagt Robert Wallinger, Pointwirt in Scheffau. Die „Krone“ hörte sich um.

Abtenau, 11 Uhr vormittags. Zwei Deutsche zieht es in Richtung des Caféhauses Zweierlei. Wenige Meter weiter treffen sich im Markt einige Wanderer, während Urlauber aus Wien ihr Quartier suchen.

Ein Bild, dass kaum an den Corona-Sommer und seine Folgen für den Tourismus denken lässt. „Wir haben derzeit eine Auslastung von rund 70 Prozent, seit Juni ist das Geschäft wieder gut angelaufen“, sagt Markus Gutjahr, der das gleichnamige Viersternhotel führt.

Nachsatz: „Es zahlt sich für die aus, die den Gästen ein Rahmenprogramm, wie etwa Wanderungen bieten. Wer auf Bustouristen setzt, hat es heuer schwer.“

Das zeigen auch die Zahlen: Im Ort hat sich der Nächtigungsrückgang bei rund 35 Prozent eingependelt. Damit sind die Abtenauer nicht alleine: „Im Lammertal sieht es gut aus, im Salzachtal ist es durchwachsen“, sagt Bernhard Schartner vom Gästeservice Tennengau. Vor allem Appartements werden gut gebucht, „das Abstandhalten geht dort leichter.“

Appartements sind heuer stark gefragt
Das merkt auch Patrick Sellier, der mit Frau Sara die Tauglerei in St. Kolloman betreibt – und fünf Appartements vermietet, ab 55 Euro pro Nacht. „Die Gäste müssen keine Angst haben, in einen Cluster zu geraten. St. Koloman ist nicht überlaufen“, sagt Sellier.

Wenige Kilometer weiter in Scheffau ist es anders: „Wir waren am Samstag zum ersten Mal ausgebucht, wir hoffen auf einen guten August“, so Pointwirt Robert Wallinger. Er ist froh, dass viele Einheimische in sein Gasthaus kommen – allein elf Hochzeiten wurden heuer abgesagt, die Zimmer sind zu 45 Prozent ausgelastet. Ähnlich ist die Lage bei Josef Brunnauer im Hotel und Gasthof Langwies in Bad Vigaun: „Heuer ist Schadensbegrenzung angesagt“, so Brunnauer, dem die internationalen Touristen und Durchzugsgäste fehlen. In Hallein ist es etwas anders – obwohl heuer keine Festspiel-Aufführung stattfindet. Viele Österreicher und Gäste aus Bayern besuchen die Salinenstadt. Und: Immer mehr Urlauber legen einen Zwischenstopp auf der Fahrt Richtung Süden ein.

Verena Seebacher
Verena Seebacher
Nikolaus Klinger
Nikolaus Klinger
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