30.07.2020 07:00 |

Hoteliers im Gespräch

Buchungen im Pongau übertreffen die Erwartungen

Nachdem die Buchungszahlen im März noch im Keller waren, ist die Erleichterung bei den Hoteliers und Gastronomen im Pongau deutlich zu spüren. Die

„Wir sind mehr als zufrieden. Wäre die Grenze nach Deutschland aber nicht aufgegangen, wäre die Situation viel dramatischer“, sagt Elke Obinger, Chefin im Tauernhof in Kleinarl über die Buchungslage in ihrem Hotel. Neben deutschen Gästen profitiert Obingers Betrieb heuer besonders von Heimat-Urlaubern. „Je unsicherer die Lage im Ausland ist, desto eher entscheiden sich die Leute für einen Urlaub im eigenen Land“, so Obinger.

Die überraschend gute Buchungslage ist im Pongau kein Einzelphänomen. „Wir im Innergebirge haben eine bessere Buchungslage“, sagt Heinz Pfuner vom Hotel Alpenland in St. Johann. Der Ausflug in die Berge sei aufgrund der derzeitigen Lage populärer als ein Städtetrip, glaubt Pfuner. Betriebe, die sich auf arabische Gäste sowie Jugendgruppen und Bus-Touristen spezialisiert haben, sind laut Wolfgang Fritzenwallner, Chef des Hotel Enzian in Wagrain hingen ein Opfer der Krise. „Zu uns kommen viele Bus-Urlauber im betagten Alter. Viele trauen sich derzeit aber nicht, eine solche Reise anzutreten“, berichtet Fritzenwallner.

Sein Kollege Karl Rötzer vom Wagrainer Hof hätte sich die Tourismus-Screenings aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise früher gewünscht. „Aus meiner Sicht war es viel zu spät“, so Rötzer. Im Pongau will man nun weiter äußerste Vorsicht walten lassen. „Derzeit können wir nur warten und uns an die Hygieneregeln halten“, betont Kesselgrub-Chef Johann Thurner aus Altenmarkt.

Fakten

Laut Salzburger Land Tourismus liegt die Auslastung der Pongauer Tourismus-Betriebe im Juli und im August zwischen 70 und 80 Prozent.  In manchen Hotels ist sogar von der besten Saison seit langem die Rede.  Sorgen bereiten den Touristikern einzig Gäste aus dem arabischen Raum, jedoch auch die besonders für das Gasteinertal affinen Urlauber aus Schweden.  Bei den Tourismus-Screenings wurden diese Woche 1500 Mitarbeiter getestet.

 

Betriebe brauchten kurzfristig Personal

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Betriebe brauchten kurzfristig Personal

Stefan Passrugger

Stefan Passrugger, Chef der Tourismusregion Wagrain-Kleinarl, über die Herkunft der Gäste und Herausforderungen der Saison.

Herr Passrugger, woher kommen die Gäste im Pongau?

Deutsche haben wir sicher am meisten, gefolgt von Österreichern, Holländern und Israelis als Nummer 4.

Wo liegen heuer die größten Herausforderungen?

Betriebe, die auf Jugendgruppen und Bustouristen spezialisiert sind, haben es sicher schwerer. Und: Da die Buchungen die Erwartungen nahezu aller übertroffen haben, mussten viele Betriebe kurzfristig neue Mitarbeiter anwerben.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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