13.07.2020 06:00 |

Tourismus-Chef im Talk

Perlen an kroatischer Adria heuer wie leer gefegt

Drei Viertel der österreichischen Touristen bleiben bisher ihren Lieblingsstränden in Kroatien fern. Tourismusdirektor Veljko Ostojic hofft auf eine Trendwende.

Kristallklares Wasser, mediterranes Flair, idyllische Küsten, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis - Kroatien stand in den vergangenen Jahren - mit Italien - ganz oben auf der Liste der beliebtesten Urlaubsziele. Im Vorjahr statteten 1,4 Millionen (!) Österreicher dem Adrialand einen Besuch ab. Doch heuer hat die Regierung Ferien daheim „verordnet“, und das bekommen die Kroaten deutlich zu spüren.

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Das war eine politische Entscheidung und verständlich. Aber ich denke, die Basis der EU ist Solidarität.

Veljko Ostojic, Direktor des kroatischen Tourismusverbandes

„Das war eine politische Entscheidung und verständlich“, erklärt Veljko Ostojic, Direktor des kroatischen Tourismusverbandes, im „Krone“-Interview, „aber ich denke, die Basis der EU ist Solidarität.“

Tourismus ist für Kroatiens Wirtschaft entscheidend
20 Prozent der kroatischen Wirtschaftsleistung entfällt auf den Tourismus. Und Österreich spielt dabei eine entscheidende Rolle nach den Deutschen und Slowenien als wichtigste Einnahmequelle für Hotels, Campingplätze und Pensionen, vor allem an der Küste. Diese Woche rührte - wie berichtet - Kroatiens Präsident Zoran Milanovic bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen die Werbetrommel.

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Es fahren auch viele Kroaten nach Österreich zum Skifahren.

Veljko Ostojic, Direktor des kroatischen Tourismusverbandes

Herr und Frau Österreicher fallen nämlich zu 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. „Es fahren aber auch viele Kroaten nach Österreich zum Skifahren“, erinnert Ostojic, ehemals Tourismus-Minister.

Vor allem die Region um Dubrovnik leidet unter der Krise. Gäste aus den USA, Japan und Südkorea sowie Großbritannien - ein Totalausfall. Die Zahl der Neuinfektionen und jene der aktuell Erkrankten ist nahezu ident zu Österreich. Sie treten vor allem in Zagreb und der Region Slawonien nahe der serbischen Grenze auf. „An der Küste hat sich bislang kein einziger Tourist angesteckt“, so Ostojic.

Kronen Zeitung

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