Prozess vertagt

Grazer Polizisten wegen Wiederbetätigung angeklagt

Steiermark
06.07.2020 17:41

Homophobe und frauenfeindliche Aussagen, Hitler-glorifizierende Bilder und Videos per Whatsapp - wegen Wiederbetätigung mussten sich am Montag zwei Grazer Polizisten (ein Mann und eine Frau) vor den Geschworenen verantworten.

„Ich brauche keine Polizei, die einem Adolf Hitler huldigt!“, ist der steirische Staatsanwalt Johannes Winklhofer empört. Konkret meint er damit einen Beamten und dessen Kollegin einer Grazer Dienststelle, die sich jetzt wegen Wiederbetätigung vor einem Schwurgericht verantworten müssen. Vor allem der Erstangeklagte habe aus voller Bewunderung für den Diktator gehandelt und soll dementsprechend auf der Inspektion aufgefallen sein.

Und seine Kollegin? Die soll einschlägige Bilder per WhatsApp geschickt haben. Eines zeigt einen Brennofen mit verkohlten Leichen. Abartiger Beisatz: „In der Weihnachtsbäckerei.“- „Schön ist’s nicht. Sich so etwas zu schicken war auf der Dienststelle normal“, zuckt die Frau vor der vorsitzenden Richterin Michaela Lapanje nur mit den Schultern.

Beide Angeklagten bekannten sich jetzt vor den Geschworenen „nicht schuldig“. Sie orteten jeweils eine Intrige des anderen. Wegen neuer Zeugen und zur Auswertung von Rufdaten wurde der Prozess am Nachmittag auf September vertagt.

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