30.06.2020 07:30 |

20-Jähriger angeklagt:

Vergewaltiger fand sein Opfer (13) über Snapchat

Wegen Vergewaltigung und schweren sexuellen Missbrauchs Unmündiger steht am Dienstag ein 20-Jähriger in Klagenfurt vor Gericht: Der Mann soll sich im Jänner in seinem Auto an einer 13-Jährigen vergangen haben. Er hatte mit ihr über die Instant-Messaging-Plattform Snapchat Kontakt geknüpft. Eine 17-Jährige soll sein zweites Opfer gewesen sein.

Der Fall ins Rollen gebracht hatte das Krankenhaus, in dem die 13-Jährige behandelt worden war. Bei den Erhebungen zu diesem Fall wurde auch ein zweites Opfer ausfindig gemacht: Es war eine 17-Jährige, die ebenfalls angab, von ihm missbraucht worden zu sein.

Der Angeklagte gestand vor dem Schöffensenat unter Vorsitz von Richter Alfred Pasterk lediglich ein, dass er vom Alter des Mädchens gewusst hatte. Ansonsten stellte er die Angelegenheit so dar, als sei die Initiative von der 13-Jährigen ausgegangen. Sie habe den Geschlechtsverkehr als „Bezahlung“ dafür angeboten, dass er für sie und ihre Freundin Alkohol besorgt und sie mit dem Auto zu anderen Freundinnen gefahren hätte.

Im Falle des zweiten Opfers bestritt er sämtliche Vorwürfe, alles sei im Einvernehmen erfolgt. Laut Anklage hatte er bei ihr nach einvernehmlichem Sex Oralverkehr erzwungen.

Verteidiger Peter Gradischnig beantragte daraufhin den Ausschluss der Öffentlichkeit, da die Befragung seines Mandanten sehr persönliche Bereiche berühre. Der Schöffensenat gab diesem Antrag bezüglich der Vernehmung des 19-Jährigen, aber auch der Zeugenaussagen statt und schloss die Öffentlichkeit aus. Ob und wann es am Nachmittag ein Urteil geben würde, war völlig offen.

Bei einer Verurteilung drohen dem Angeklagten bis zu zehn Jahre Haft. Der 20-jährige Kärntner muss sich aber noch einem weiteren Verfahren stellen: wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung. Für ihn gilt in allen Fällen die Unschuldsvermutung.

 Kärntner Krone
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