25.06.2020 14:27 |

Cluster-Bildung

Salzburgs Corona-Kurs wird wieder schärfer

Bereits 20 Personen haben sich im Zuge des neuen Clusters in Salzburg mit dem Coronavirus infiziert. Beim Land sind zehn Führungskräfte in Quarantäne.

Noch vor einer Woche verkündete der Landesamtsdirektor in einem Schreiben an die Dienststellenleiter des Landes Salzburg die Rückkehr zum Normalbetrieb. „Die positiven Entwicklungen der letzten Wochen hat sich fortgesetzt, sodass im Gleichklang mit den Lockerungen des Bundes diverse Maßnahmen Schritt für Schritt zurückgenommen werden können.“

Noch am selben Tag lag das erste positive Testergebnis eines Landesmitarbeiters vor. Am Montag ruderte der stellvertretende Landesamtsdirektor zurück und appellierte an die Führungskräfte, Vorsicht walten zu lassen. „Die Ereignisse der letzten Tage haben gezeigt, dass das Coronavirus mitten unter uns weilt und die Ansteckungsgefahr sehr hoch ist“, heißt es im neuen Schreiben.

Quarantäne für ein Viertel der Hauptführungskräfte
Inzwischen haben sich im selben Cluster 20 Personen angesteckt, darunter zwei Mitarbeiter des Landes. Mit ihnen sind 18 weitere Landesbedienstete in häuslicher Quarantäne, darunter fünf Personen bzw. ein Viertel der Hauptführungskräfte. Dazu kommen fünf weitere Personen der zweiten Chefetage. „Bis auf die beiden Infizierten sind alle im Home-Office, der Landesdienst ist voll funktionsfähig“, betont eine Sprecherin. Nachdem der Landeseinsatzstab am 12. Juni seine Arbeit beendet hatte, kümmern sich nun Katastrophenschutz, Landessanitätsdirektion und auch die Bezirkshauptmannschaften darum, Covid-Fälle einzudämmen. Anfang Juli übernimmt ein Koordinationsstab. „Klar ist: Es wird weitere Fälle geben“, sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Das Erfolgsrezept liege im Contact-Tracing.

Die Kontaktpersonen hat man auch beim Land Salzburg ausfindig gemacht. Landesrätin Maria Hutter zählt nicht dazu. Anders als zuvor kommuniziert war sie vergangene Woche aber doch auch in ihrem Büro. „Am Mittwoch war sie zwar im Landtag, aber hatte keinen Kontakt mit dem Mitarbeiter“, bestätigt Pressesprecher Maximilian Brugger.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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