Hinter Gitter

Hochstapler knöpfte „Lebensgefährtinnen“ Geld ab

Er gab sich als Geschäftsmann, Designer und Erbe aus. Mit diesem Schmäh lockte ein 47-Jähriger seinen drei (!) Lebensgefährtinnen über 100.000 Euro heraus. Der Hochstapler ist ein Wiederholungstäter, saß wegen derselben Betrügereien bereits im Knast. Aus dem Häfen heraus ging er wieder auf Brautschau ...

„Er ist ein Charmeur, der sagt, was Frauen gerne hören, wenn sie alleine sind“, sagt Roswitha E., die dem Hochstapler schon 2016 auf den Leim gegangen ist und auf einem von ihm verursachten Schuldenberg sitzen blieb. Der Betrüger wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt. „Ich hätte mein Geld einklagen können. Doch jeden Cent, den er mir zahlt, nimmt er einer Frau weg“, sagt die patente Wirtin. Sie wurde dem 47-Jährigen aber jetzt zum Verhängnis. Sie warnte auf Facebook vor ihm und riet Opfer zur Anzeige. Die Polizei St. Georgen an der Gusen brachte den Hochstapler im Mai hinter Gitter.

Geschäftsmann, Designer und Erbe
Drei Lebensgefährtinnen – eine 56-Jährige aus Unterweißenbach, eine 58-Jährige aus Erlauf (NÖ) und eine 57-Jährige aus Wien – beglückte der Betrüger, als neuerlich die Handschellen klickten. Aber auch eine 58-Jährige aus St. Pölten und eine 53-Jährige aus Potzneusiedl zählen zu seinen Opfern. Ihnen allen schwafelte er vor, dass er ein Geschäftsmann mit Motorradläden in Tulln und Mallorca sei, eine Finca auf der Baleareninsel besitze, Campingplätze in Ungarn erben werde ... Auch als Modedesigner gab er sich aus. Machten die Frauen Schluss, drohte er.

Auch Firmen betrogen
Die Opfer nahmen Kredite auf, kauften ihm Motorräder. Der Gesamtschaden: 104.500 Euro. In einer ebenfalls von einer Frau finanzierten Garage wurden Waren um 52.688 Euro gefunden, die er Firmen herausgelockt hatte.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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