28.05.2020 07:30 |

Krone-Lokalaugenschein

Spielberg ist bereit für die Formel-1-Show

Die Motorsportwelt fiebert dem Geister-Doppelpack der Formel 1 am 5. und 12. Juli in Österreich entgegen. Am Red Bull Ring in Spielberg ist man - in Erwartung des grünen Lichts seitens der Regierung - schon längst bereit, dort dröhnen nicht nur die Rasenmäher, sondern seit Wochen auch schon wieder die Motoren. Die „Steirerkrone“ machte sich beim Lokalaugenschein ein Bild.

Seit Anfang Mai gibt’s neben den Fahrerlebnissen vom „Projekt Spielberg“ auch Testfahrten von privaten Anbietern. Diese Woche donnerten 104 Motorradfahrer in vier Gruppen über die Alpen-Achterbahn - strengstens bewacht! Zusehen konnten am Rande der Rennstrecke nur ein paar Schafe. Der Zutritt zum Fahrerlager war nur den Piloten gestattet - auch für sie gab’s Maskenpflicht, sofern sie nicht gerade ihre Bikes steuerten.

Hygiene ist groß geschrieben: Gefühlt vor jeder Tür gibt’s Desinfektionsspender, Verhaltenshinweise kleben an jeder Wand, die Anmeldung im Welcome-Center wurde verglast, das Personal (auch im Bull’s Lane-Restaurant) trägt Masken.

Und die Security probt für die Formel 1: Die momentan aktive Rumpftruppe wird bei der Formel 1 auf 600 Mann aufgestockt - dazu kommen 30 (!) Hundestaffeln, um Kiebitze davon abzuhalten, auf den umliegenden Hängen zuzusehen.

Am benachbarten Militär-Flughafen Hinterstoiser, der für die Rennen von den Formel-1-Organisatoren samt Personal angemietet wird, trainieren Eurofighter und Militärmaschinen - quasi als Vorhut für die Flugzeug-Flotte, mit welcher der 2000-köpfige internationale F1-Tross großteils aus England eingeflogen wird.

Kommen sie - oder kommen sie nicht?
Auch die Tourismus-Betriebe leben auf: 250 Beherbergungsbetriebe sperren in der Pilot-Region vor Pfingsten auf, 970 Mitarbeiter werden auf Covid getestet.

Wie (und ob) das Geschäft auf den umliegenden Camping-Plätzen heuer anlaufen wird, bleibt abzuwarten: Die Familie Moitzi, seit 1980 einer der größten Anbieter in Ring-Nähe, war für die Formel 1 grundsätzlich ausgebucht, hat nach dem letzten GP in neue Duschanlagen investiert. Doch wie viele der internationalen Gäste (zwei Drittel kommen aus Holland) durch Grenzbeschränkungen anreisen können, bleibt abzuwarten, zumal den Rennsportfans ja der Zutritt zum Ring versagt bleibt. Ihren Humor haben die Moitzis trotzdem nicht verloren: „Zumindest wächst auf unseren Wiesen jetzt genug Futter für unsere Tiere.“

Volker Silli
Volker Silli
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