24.05.2020 13:00 |

In Deutschland

Keine Warnung mehr vor dem Radar

Ein neues Gesetz verbietet in Deutschland die Nutzung von Radarwarner. Das gilt auch für die in Navis integrierten Warner. Die Strafe bei Nichtbeachtung: Ab 75 Euro. Die Funktion muss daher deaktiviert werden.

Das kleine und große deutsche Eck dürfen, wie berichtet, wieder von Österreichern durchfahren werden. Seit knapp drei Wochen gibt es aber eine kleine Falle auf die Autofahrer achten müssen. Denn ein neues Gesetz verbietet in Deutschland die Nutzung von Radarwarner in jeglicher Form. Daher ist auch die Ankündigungsfunktion von fixen Geschwindigkeitsmessstellen in den handelsüblichen Navigationsgeräten und anderen Geräten wie bei Handy-Apps nicht mehr erlaubt. Die Funktion muss – manuell oder vom Hersteller – deaktiviert werden.

Ständige Deaktivierung ist empfehlenswert
Aloisia Gurtner vom ÖAMTC rät die Funktion dauerhaft zu deaktivieren, denn auch „Unwissenheit schützt vor Bestrafung nicht“. Die Strafe bei einem vergehen beträgt mindestens 75 Euro. In Österreich ist die Ankündigung der Überwachung weiterhin erlaubt. Einzig Geräte mit denen technische Einrichtungen zur Verkehrsüberwachung beeinflusst oder gestört werden können, sind verboten. Gerade auf der Tauernautobahn erwischt die Polizei wöchentlich Autofahrer mit diversen Geräten. Da reichen die Strafen bis zu 5000 Euro.

Warner auch in der Schweiz verboten
Die gleiche Vorschriften wie in Deutschland gibt es übrigens auch in der Schweiz. Dort beginnen die Strafzahlungen aber bei 200 Euro. Prinzipiell rät der ÖAMTC vor Fahrten in das Ausland, sich über die Gesetze im jeweiligen Land zu erkundigen, um dann nicht eine böse und vor allem teuere Überraschung zu erleben.

Felix Roittner
Felix Roittner
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