20.05.2020 08:25 |

290 neue Jobs

Infineon erweitert in Graz: Eröffnung im Oktober

Corona trifft alle - auch Vorzeigeunternehmen wie den Halbleiterkonzern Infineon Austria. Die Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka sprach im Rahmen einer Diskussionsrunde in der Raiffeisenlandesbank mit der „Steirerkrone“.

Lässt sich bereits abschätzen, wie sehr die Krise Infineon Austria getroffen hat?
Konkret sehen wir einen signifikanten Auslastungsrückgang im Bereich Automotive. Daher haben wir mit Anfang Mai rund 1.500 Mitarbeiter aus der Produktion und dem Wartungsbereich am Standort Villach für vorerst zwei Monate zur Kurzarbeit angemeldet. Dabei wollen wir langfristig Arbeitsplätze sichern.

Sie haben immer vor dem Ausverkauf von Schlüsseltechnologien gewarnt - wie ließe sich das verhindern?
Gerade jetzt zeigt sich die Wichtigkeit, zentrale Schlüsseltechnologien in Europa zu halten und auszubauen. Ich setze hier auf einen großen Schritt in diese Richtung. Aber auch der in Arbeit befindliche Gesetzesentwurf zur strengeren Prüfung von ausländischen Investoren ist ein wichtiger und richtiger Schritt.

Wie beurteilen Sie die Maßnahmen der Bundesregierung für die Wirtschaft?
In Anbetracht der Größe der Herausforderung waren die massiven Maßnahmen notwendig, um die Verbreitung des Virus sehr rasch einzudämmen. Die eigens geschaffene Corona-Kurzarbeit ist ein wichtiges Instrument für die Wirtschaft insgesamt und hilft auch uns, durch diese Phase zu kommen.

Was muss jetzt in weiterer Folge getan werden?
Wesentlich sind nun Investitionsanreize in Zukunftsbereiche wie Innovation, Technologie, Klima- und Umweltschutz und Entlastungen für die Betriebe zu setzen. Im Fokus muss eine Standortstärkung für forschungsintensive und innovative Unternehmen stehen. Und gerade jetzt sind Aus- und Weiterbildungsprogramme für die von der Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen umso wichtiger.

Infineon hat im Vorjahr mit der Erweiterung seines Grazer Standortes begonnen - 290 zusätzliche Arbeitsplätze sollen entstehen. Läuft alles nach Plan?
Die Erweiterung des Entwicklungszentrums in Graz läuft planmäßig, der Einzug wird sich um etwa einen Monat vom Spätsommer auf Oktober verschieben. Der Rohbau steht, derzeit wird am Innenausbau gearbeitet.

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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