18.05.2020 13:38 |

Kunden und Personal

WKÖ: Beschwerden über Maskenpflicht häufen sich

Gegen das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken regt sich nun auch in der Handelsbranche Widerstand. Laut Peter Buchmüller, Handelsobmann der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), häufen sich sowohl bei Konsumenten als auch beim Verkaufspersonal, das die Masken ganztägig tragen muss, die Beschwerden.

Um die Belastungen für das Personal zu minimieren und die Kauflust der Konsumenten wieder anzukurbeln, müsse sich die Politik „demnächst etwas einfallen lassen“, drängt Buchmüller. Er kann sich etwa vorstellen, dass das verpflichtende Tragen der Masken für die Kunden nicht mehr verpflichtend ist, sondern auf freiwilliger Basis.

„Schön langsam nicht mehr zuzumuten“
Auch für das Verkaufspersonal, besonders in beratungsintensiven Branchen wie Möbel-, Mode- oder Sportartikelhandel, sei die Maskenpflicht „schön langsam nicht mehr zuzumuten“. Durch die Hygiene-Regelung, Abstandsmarkierungen oder Plexiglas-Lösungen an der Kassa gebe es ohnehin bereits zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen die Ansteckungsgefahr.

Gastro-Öffnung noch ohne gewünschten Effekt
Das Aufsperren der Gastronomie hat im Handel noch nicht den erwünschten Effekt gehabt. Besonders in den städtischen Einkaufsstraßen, die stark vom Tourismus abhängen, sei die Kundenfrequenz noch 40 bis 60 Prozent unter der sonst üblichen gelegen. Der Handel hofft auch auf rasche Grenzöffnungen. „Die Grenzöffnungen werden sicher einen zusätzlichen Schwung bringen“, sagte Buchmüller zum „Kurier“.

Tourismus für viele Betriebe überlebenswichtig
Für die Geschäfte in der Wiener oder Salzburger Innenstadt sind die Touristen überlebenswichtig. Vom Vorschlag des Handelsverbandes an die Politik, 500-Euro-Gutscheine an alle Österreicher zu verteilen, um Kaufanreize zu schaffen, hält Buchmüller wenig. Das sei nur ein Einmaleffekt, der langfristig wenig bringe.

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