17.05.2020 18:20 |

„Dooring“-Unfälle

Holland-Griff für mehr Rad-Sicherheit gefordert

Altes Problem mit neuem Namen: „Dooring“ – wenn ein Autofahrer unachtsam seine Pkw-Türe öffnet und damit einen Fahrradfahrer zu Sturz bringt. In Salzburg verletzen sich pro Jahr um die 900 Biker im Straßenverkehr, jeder zehnte laut Uni-Studie eben durch „Dooring“-Unfälle. Der „Holländische Griff“ könnte helfen.

Salzburg ist ein Radler-Bundesland und viele Zweiradfahrer haben schon brenzlige Situationen mit parkenden Autos und unachtsam geöffneten Autotüren erlebt – gerade im Stadtverkehr. Fünf Radfahrer kamen im Jahr 2019 in Salzburg bei Verkehrsunfällen ums Leben, knapp 900 wurden verletzt. Gut zwei Drittel kamen mit glimpflichen Blessuren davon.

Laut Uni-Studie geht jeder zehnte Verkehrsunfall mit Rädern auf „Dooring“ zurück, waren also Unfälle wegen unachtsam geöffneter Autotüren. Laut Erhebung vom Kuratorium für Verkehrssicherheit orientieren sich Radfahrer stark an Längsmarkierungen, wodurch sie mehr in der Mitte ihres Fahrstreifens unterwegs sind und somit auch im Radius des Türöffnungsbereichs – der gut 75 Zentimeter breiten „Dooring“-Zone.

Auch wenn das Gesetz, sprich die Straßenverkehrsordnung, beim Öffnen von Autotüren sehr streng ist („Türen dürfen nicht geöffnet werden, wenn andere Straßenbenutzer gefährdet werden“), wünscht sich der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) den „Holländischen Griff“, der schon in einigen Ländern gilt, in die Fahrschulausbildung. Heißt: Der Pkw-Lenker öffnet die Tür mit der rechten Hand, der Beifahrer mit der linken. „Dadurch geraten die sich nähernden Radler besser ins Blickfeld“, weiß VCÖ-Experte Christian Gratzer.

 Salzburg-Krone
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