„Bitte warten“ – das heißt es in Salzburg in puncto Gehaltszahlung für viele Salzburger Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Vermehrt vertrösten Firmenchefs ihre Mitarbeiter mit dem Hinweis, dass auch sie noch kein Geld vom Arbeitsmarktservice (AMS) erhalten haben, weiß man bei der Salzburger Arbeiterkammer.
Mehrere Betroffene haben sich bereits gemeldet und um Hilfe gebeten: „Das ist rechtlich unzulässig, die Entgeltpflicht mit den normalen Fälligkeitsregeln bleibt beim Arbeitgeber, egal, ob dieser die Beihilfe schon erhalten hat oder nicht“, meint Arbeiterkammer-Präsident Peter Eder.
Nachsatz: „Wir unterstellen den Unternehmern hier keine Böswilligkeit. Es zeigt aber auch, wie es im Moment teils um die Liquidität der Firmen bestellt ist.“
Ähnlich sieht man die Situation beim AMS Salzburg: „Es wird und wurde immer klar kommuniziert, dass die Gelder im Nachhinein ausbezahlt werden. Wir sind ja kein Kreditinstitut“, kontert Chefin AMS-Chefin Jacqueline Beyer, die mit ihrem Team alle Hände voll zu tun hat. Seit Mitte März haben – wie berichtet – über 8846 Betriebe für ihre 101.153 Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet – mit einem Antragsvolumen von über 719 Millionen Euro.
Es wird und wurde immer klar kommuniziert, dass im Nachhinein die Gelder ausbezahlt werden. Wir sind ja kein Kreditinstitut.
AMS-Chefin Jacqueline Beyer
Ausbezahlt wurden von den seit 20. April eingereichten Abrechnungen in Höhe von 28 Millionen Euro aber „nur“ rund sieben Millionen Euro – nicht nur wegen des Zahlungsziels von einem Monat.
„Herausfordernd ist auch, dass die Anträge oft noch einmal korrigiert werden müssen – das kostet Zeit“, sagt Beyer.
Wie lange das Kurzarbeitshoch noch andauern wird, hänge vor allem von der Sommersaison im Tourismus ab.
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).